Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Kommentar zur Wahl: Kein Morgen für Rot-Grün
Nachrichten Meinung Kommentar zur Wahl: Kein Morgen für Rot-Grün
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 15.09.2016
Von Hendrik Brandt
Quelle: von Ditfurth
Anzeige

Es war eine kurze Nacht – zumindest für jene Niedersachsen, die sich für Politik interessieren. Und das sind offenbar doch mehr als manche akademische Schwarzmaler behaupten, die schon über „nachdemokratische Gesellschaften“ spekulieren. Fast die Hälfte der Erwachsenen hat sich am Sonntag zumindest die Zeit genommen, die monströsen Stimmzettel für die Kommunalwahl auszufüllen.

Diese Wahl war besonders. Am Sonntag standen nur in Ausnahmefällen die Spitzenkandidaten im Mittelpunkt. Nach einem abenteuerlichen Hin und Her des Wahl-Gesetzgebers hatten es die Niedersachsen diesmal zumeist mit einer Art Zwischenwahl zu tun, bei der es in aller Regel nicht um Bürgermeister oder Landräte, sondern ausschließlich um die Besetzung der örtlichen Räte und Vertretungen ging. Die entscheiden zwar viel von dem, was die Bürger ganz unmittelbar betrifft, haben aber allgemein nun wirklich wenig Strahlkraft. So gesehen ist die gestiegene Beteiligung an der Wahl ein gutes Zeichen.

Dennoch reiben sich an diesem Morgen manche die Augen. Rot und Grün haben etwa in der Region Hannover ihre Mehrheit verloren. Das ist keine Randnotiz, die Region ist so groß, dass sie anderenorts bequem als Bundesland durchgehen würde. Dass Christ- und Sozialdemokraten hier fast gleichauf liegen, ist ein bemerkenswerter Erfolg für die einen und eine Ohrfeige für die anderen. Die SPD hat hier in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Prozent ihrer Wähler verloren – kein Ruhmesblatt für Regionspräsident Hauke Jagau. In der Landeshauptstadt sieht es noch schlechter aus; Hannovers SPD-Oberbürgermeister Stefan Schostok, der sich bis an den Rand des Erlaubten im Wahlkampf präsentierte, obwohl er gar nicht zur Wahl stand, wird sich nun noch ein paar mehr Fragen stellen lassen müssen.

Einen Einbruch mit Ansage bringt der Morgen für die Grünen – Ergebnisse an der 20-Prozent-Marke, die sie in der Region wie in der Landeshauptstadt vor fünf Jahren unter dem Eindruck des GAUs in Fukushima erzielt hatten, waren nicht zu wiederholen. Die Partei ist auf Normalmaß gestutzt. In der Region Hannover wird es wohl nur noch zur Opposition reichen.

Dort wird sich auch die AfD einfinden. Das hannoversche Ergebnis der Rechtsausleger ist bedrückend, aber weit von jenen in Ostdeutschland entfernt. Sie müssen ihren Wählern nun beweisen, dass sie nicht nur allgemein allerlei fordern, sondern auch ganz konkret an Themen arbeiten können. Noch ist das nicht mehr als eine leere Behauptung.

Meinung Analyse zu Kommunalwahl - Wie hilft Paul die Wahl?

Nach welchen Beweggründen sollte man eigentlich entscheiden, bei welcher Partei man zur Kommunalwahl am Sonntag sein Kreuzchen machen sollte? Manchmal hilft es, sich ins Gedächtnis zu rufen, welche ernsthaften Entscheidungen Orts-, Bezirks- und Stadträte sowie die Regionsversammlung hier in Hannover für die Zukunft der Bürger reffen müssen. Nehmen wir Paul... Eine Analyse von Felix Harbart.

Felix Harbart 12.09.2016

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat am Donnerstag den neuen Crafter präsentiert. Für die Marke VWN ist die Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Doch auch das Risiko ist groß: Denn um Erfolg zu haben, müssen sie den Konkurrenten Marktanteile abnehmen. Ein Kommentar von Lars Ruzic.

Lars Ruzic 08.09.2016
Meinung Leitartikel zur Rede der Kanzlerin - Angela Merkels Kampfansage

Mit einer guten Rede hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Flüchtlingspolitik verteidigt. Die spannende Frage wird sein, ob Merkel mit ihrer klaren Kante beim Wähler punkten kann. Eine Analyse von Andreas Niesmann.

10.09.2016
Anzeige