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Es gibt nichts mehr zu demonstrieren

Kommentar zum Sudanesen-Camp Es gibt nichts mehr zu demonstrieren

Der Druck auf die protestierenden Sudanesen, ihr Camp auf dem Weißekreuzplatz zu räumen, wächst. Anlieger klagen jetzt über eine Rattenplage, die ihre Ursache in dem Zeltlager habe. Es ist Zeit, das Camp zu schließen - meint unser Redakteur Conrad von Meding.

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Anlieger klagen über eine Rattenplage, deren Ursache sie im Zeltlager sehen.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Mit ihrem Camp wollen die Sudanesen gegen die politische Situation in ihrer Heimat protestieren und die Öffentlichkeit wachrütteln. Oder? Das eigentlich unterstützenswerte Anliegen wirkt nur noch obskur: Angesichts der auch nach zwei Jahren immer noch nur rudimentären Deutschkenntnisse der Protestierer sind Zweifel angebracht, ob ihnen der Austausch mit der Öffentlichkeit wichtig ist. Belege dafür, dass mit dem Camp ernsthaft politische Ambitionen verfolgt werden, gibt es kaum. Ein ordentlich vorbereiteter Infostand in der Fußgängerzone hätte wahrscheinlich mehr sinnstiftende Wirkung als die sechs heruntergekommenen Zelte, die mit alten Paletten gefüllt sind.

Stadt, Polizei und Anlieger – bei allen schwindet die Geduld mit dem Camp. Es hat sich vom Sympathieträger zum gewaltigen Ärgernis entwickelt. Und jetzt zeigen sich auch noch Hygienemängel. Kein Wunder bei dem Zustand des Camps. Zwei Jahre sind wirklich genug. Das Camp muss weg – und seine Bewohner sollten etwas Sinnvolles anfangen.

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Weißekreuzplatz
Umstritten, jetzt auch aus Hygienegründen: Das Sudanesencamp am Weißekreuzplatz.

Der Druck auf die protestierenden Sudanesen, ihr Camp auf dem Weißekreuzplatz zu räumen, wächst. Anlieger klagen jetzt über eine Rattenplage, die ihre Ursache in dem Zeltlager habe. Die Stadt wiegelt indes einstweilen ab.

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