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Meinung Reinhard Urschel zu Peer Steinbrück
Nachrichten Meinung Reinhard Urschel zu Peer Steinbrück
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06:15 08.11.2012
Von Reinhard Urschel
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Er hat jetzt den Kopf frei dafür, weil sie bei den Stadtwerken in Bochum offenbar unter der Oberaufsicht von Steinbrücks Anwälten noch einmal scharf nachgedacht haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass mit dem Auftrittshonorar alles seine Ordnung habe. Der einzige trübe Fleck auf der transparenten Rednerliste ist weggewischt. Der Kandidat hat sein Startproblem überwunden.

Oder etwa doch nicht? Die Erfahrung lehrt, dass selbst größte Offenheit nicht vor einer Skandalisierung durch den politischen Gegner schützt, wenn dieser nicht lockerlassen will. Der Kandidat ist angreifbar – von außen – weil er sein Zeitbudget als Abgeordneter stark auf Tätigkeiten außerhalb des Plenarsaales ausgedehnt hat. Schon werden seine Bücherhonorare herangezogen und ein Interview dramatisiert, das er sich hat bezahlen lassen.

Und er ist angreifbar – von innen – weil er Vorträge vor Banken gehalten hat, deren Macht er beschneiden möchte, wenn er die Wahl gewinnt. Dass ein Genosse im Kandidatenformat offenbar auch kein Millionär sein darf, weil sonst die ohnehin reichlich vorhandenen innerparteilichen Gegner nicht aufhören zu mäkeln, wird zudem immer augenfälliger.

So rasch wird Steinbrück die Honoraraffäre nicht los – die ja rein rechtlich keine ist, man sollte es schon noch mal erwähnen. Es gehört zum Geschäft, dass jeder Stein umgedreht wird, über den der Politiker Steinbrück gewandelt ist. Er müsste ein Heiliger sein, und selbst dann würde sich darunter etwas finden lassen.

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