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Meinung Volker Goebel über Philip Le Butt
Nachrichten Meinung Volker Goebel über Philip Le Butt
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07:51 22.05.2013
Von Volker Goebel
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„Wir füllen unser Schwimmbad mit dem Blut der FDP“ ist solch ein Satz, wie man ihn bei der Durchforstung des sogenannten Shit­storms im Netz finden könnte. Gebrüllt hat ihn aber ausgerechnet der Chef der Jugendorganisation der traditionsreichen hannoverschen SPD. Und das auch noch auf einer Großveranstaltung mitten in der Stadt.

Hinterher scherzte Philip Le Butt dann auch noch im Netz über seinen Ausfall. Inzwischen, nachdem auch überregionale Medien auf den Vorgang aufmerksam wurden und der SPD-Unterbezirksvorsitzende angerufen hat, ist der Juso-Chef schlauer. Er mag in der Vergangenheit noch so vernünftig agiert haben: Wer anfängt, den Shitstorm auch noch auf die Straße zu tragen, der disqualifiziert sich als Vorbild für die Parteijugend. Parolen von Hass und Tod, auch davon wird in diesen Tagen viel gesprochen, will man zu Recht aus den Fußballstadien verbannen. In politischen Debatten haben sie schon gar nichts zu suchen. Die SPD wäre gut beraten, hier ein Zeichen zu setzen und Philip Le Butt zumindest für einige Zeit zu sperren.

Was aber noch wichtiger ist: Die Parteien müssen genauer hinsehen, was ihre Jugendorganisationen im Internet (und anderswo) treiben. Der verbale Schlagabtausch, die Debattenkultur, ist das Salz der Politik. Wüste Beschimpfungen des Gegners haben schon immer dazu gehört, und viele Sätze sind Legende geworden. Blutrünstige Gesänge aber sind unterstes Niveau.

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