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02:15 27.07.2016
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Wir wissen inzwischen, wie sich das anfühlt. Afghanistan ist Europa ganz nah. In Europa geht spätestens seit dem Terroranschlag in Nizza eine Furcht um, mit der die Afghanen seit Jahrzehnten leben. Tagtäglich. Eine Angst, vor der viele Afghanen nach Europa fliehen. Wo sie auch nicht mehr sicher sind. 80 schiitische Hasaras sind am Sonnabend in Kabul ermordet worden, als sie von ihrem demokratischen Recht des Protests Gebrauch machten. Der Terrormiliz des „Islamischen Staats“ war das gleichgültig. Entscheidend ist für die sunnitischen Attentäter, dass diese Muslime den „falschen“, den schiitischen Glauben haben. Deshalb werden sie massakriert. Und um den Staat zu erschüttern.
Das ist dem IS zweifellos gelungen. Die Hasaras, die schon 2015 einen großen Anteil der rund 200 000 in Europa eingetroffenen Flüchtlinge aus Afghanistan ausmachten, fürchten seit dem ersten Auftauchen des IS am Hindukusch wieder um ihr Leben.

Schon von den Taliban waren die gut organisierten und gebildeten, persischsprachigen Hasara verfolgt worden. Seit 2001 hatte ihre Situation sich entspannt – nun aber bricht der Hass von einem zweiten Gegner, vom erstarkenden IS, über sie herein. Das ist der Grund, warum mehr als die Hälfte der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge Hasara sind, die von ihren Eltern nach Europa geschickt werden. In die vermeintliche Sicherheit.

Lange hat der Westen nicht wahrhaben wollen, wie nah am Abgrund Afghanistan steht. Inzwischen wird ein Abzugstermin der Nato-Truppen nach dem anderen verschoben. Man hat gehofft, damit zu verhindern, dass die Taliban die Macht übernehmen. Der Anschlag von Kabul hat womöglich soeben eine zweite Front eröffnet.

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