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Signal der Normalisierung

Zinsanhebung der FED Signal der Normalisierung

Die US-Notenbank FED hat am Mittwoch die Leitzinsen erhöht - erstamls seit 2006. Nun können die US-Währungshüter wieder in den Normalmodus schalten, und das ist eine gute Nachricht. Ein Kommentar von Albrecht Scheuermann.

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Die US-Notenbank FED.

Quelle: dpas

Zinserhöhung - gibt es so etwas überhaupt? Die Frage ist etwas überspitzt, aber fast zehn Jahre nach der jüngsten Leitzinsanhebung in den USA ist die Erinnerung an ein solches Ereignis ziemlich verblasst. Zuletzt passierte dies im Frühjahr 2006, danach ging es nur noch abwärts mit den Zinsen.

Doch jetzt hat sie es getan, die US-Notenbank - es wurde auch Zeit. Zu Recht bezeichnen Beobachter diesen Schritt als historisch. Schließlich ist er ein Signal, dass die Zeit der Krise vorbei ist. Seit 2008 hatte das Federal Reserve Board die Zinsen bei null gehalten, um die Folgen der Weltfinanzkrise zu bewältigen. Die US-Wirtschaft hat sich inzwischen erholt, die Arbeitslosigkeit ist deutlich zurückgegangen. Nun können die US-Währungshüter wieder in den Normalmodus schalten, das ist eine gute Nachricht.

Lange hatte sich die Notenbank trotz der positiven Wirtschaftsentwicklung geziert, an der Zinsschraube zu drehen. Doch nun kam sie nicht mehr um die Entscheidung herum. Schließlich geht es darum, dass die Geldpolitik wieder Handlungsspielraum gewinnt - und von den Märkten ernst genommen wird. Dies ist wichtig, denn irgendwann kommt wieder die nächste Krise.

Dies gilt auch für Europa. Allerdings ist hier der Zeitpunkt fürs Umschalten noch nicht gekommen, dafür sind etliche Länder finanziell und wirtschaftlich noch zu wackelig.

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