Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
EHEC-Erreger EHEC fordert 22. Todesopfer
Nachrichten Panorama EHEC-Erreger EHEC fordert 22. Todesopfer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:38 07.06.2011
Die Suche nach dem EHEC-Erreger geht weiter. Quelle: dpa
Anzeige

Die Suche nach dem EHEC-Erreger geht weiter: Erste Laborproben von Sprossengemüse aus Niedersachsen fielen am Montag negativ aus. Die Zahl der Opfer steigt unterdessen: 22 Tote hat der aggressive Darmkeim EHEC mittlerweile in Deutschland gefordert. Das teilte das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) der Nachrichtenagentur dpa am Montagabend mit.

Demnach starben 15 Patienten infolge des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Bei sieben weiteren gestorbenen EHEC-Infizierten wurde diese schwere Komplikation den Angaben zufolge nicht festgestellt. Die meisten Toten gibt es nach RKI-Zahlen in Niedersachsen. Dort starben sechs Menschen. Fünf kamen in Schleswig-Holstein ums Leben, vier in Nordrhein-Westfalen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wies unterdessen Kritik am EHEC-Krisenmanagement der schwarz-gelben Bundesregierung zurück. „Wir arbeiten in der jetzigen Situation alle zusammen“, sagte Aigner am Montagabend in der ARD-Sendung „Beckmann“. „Es gibt keine Kompetenzrangeleien, überhaupt nicht.“

Sprossen werden weiterhin als Ursache vermutet

Das Verbraucherministerium in Hannover vermutet auch nach den ersten negativen Proben weiterhin, dass Sprossen eines Betriebes in Niedersachsen Auslöser der EHEC-Epidemie sind. „Wir halten an dem Verdacht fest“, sagte Ministeriumssprecher Gert Hahne nach Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse.

Die EU-Agrarminister wollen bei ihrem heutigen EHEC-Sondertreffen (Dienstag/14.00) über mögliche Hilfen für Bauern entscheiden. Die EU-Kommission arbeite bereits an einem Vorschlag für Ausgleichszahlungen, sagte der Sprecher von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. „Wir hoffen, dass wir eine grundsätzliche Einigung finden können.“ Details müssten dann aber noch ausgearbeitet werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Bei der Suche nach der Ursache für die EHEC-Epidemie gibt es trotz der jüngsten Warnungen vor niedersächsischen Sprossen keine Gewissheit. Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums wiesen die ersten 23 von 40 Proben eines seit Sonntag gesperrten Biohofes im Kreis Uelzen keine Spuren des Darmerregers auf.

06.06.2011

Die Hoffnung auf eine schnelle Aufklärung der grassierenden EHEC-Epidemie hat sich zerschlagen: Erste Proben aus dem in Verdacht geratenen Gärtnerhof im niedersächsischen Bienenbüttel sind negativ.

06.06.2011

Die ersten 23 von 40 Sprossen-Proben aus dem verdächtigen Betrieb in Bienenbüttel im Kreis Uelzen sind EHEC-frei. Das teilte das niedersächsische Verbraucherministerium am Montag mit. Bei den übrigen Proben liefen weitere Untersuchungen.

06.06.2011

Bei der Suche nach der Ursache für die EHEC-Epidemie gibt es trotz der jüngsten Warnungen vor niedersächsischen Sprossen keine Gewissheit. Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums wiesen die ersten 23 von 40 Proben eines seit Sonntag gesperrten Biohofes im Kreis Uelzen keine Spuren des Darmerregers auf.

06.06.2011

Die Hoffnung auf eine schnelle Aufklärung der grassierenden EHEC-Epidemie hat sich zerschlagen: Erste Proben aus dem in Verdacht geratenen Gärtnerhof im niedersächsischen Bienenbüttel sind negativ.

06.06.2011

Die ersten 23 von 40 Sprossen-Proben aus dem verdächtigen Betrieb in Bienenbüttel im Kreis Uelzen sind EHEC-frei. Das teilte das niedersächsische Verbraucherministerium am Montag mit. Bei den übrigen Proben liefen weitere Untersuchungen.

06.06.2011
Anzeige