Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Ermittlungen gegen Biohof in Bienenbüttel eingestellt

EHEC Ermittlungen gegen Biohof in Bienenbüttel eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Biohofs im niedersächsischen Bienenbüttel wegen der mit EHEC-Keimen belasteten Sprossen eingestellt. Die gesetzlichen Anforderungen seien eingehalten worden.

bienenbüttel 53.141796 10.488246
bienenbüttel Mehr Infos
Nächster Artikel
EHEC-Krise in Niedersachsen überstanden

Als wahrscheinlicher Auslöser der EHEC-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich gilt ägyptischer Bockshornkleesamen.

Quelle: dpa

Bienenbüttel. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Biohofs im niedersächsischen Bienenbüttel wegen der mit EHEC-Keimen belasteten Sprossen eingestellt. „Für den Fall, dass die Sprossen aus dem Betrieb in Bienenbüttel tatsächlich Herd der EHEC-Infektionen waren, wäre den Verantwortlichen des Biohofs dies jedenfalls strafrechtlich nicht vorzuwerfen“, teilte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag mit.

Es hätten sich keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Geschäftsführer frühzeitig Kenntnis von einer Verunreinigung erhalten und die Sprossen trotzdem weiter vertrieben hätten, hieß es weiter. Da die Verantwortlichen des Hofs die gesetzlichen Anforderungen im Lebensmittelbereich erfüllt hätten und es eine Verpflichtung zur Überprüfung auf EHEC-Erreger nicht gebe, sei ihnen weder vorsätzliches noch fahrlässiges Verhalten nachzuweisen. Angezeigt hatte die Betreiber ein Mann aus Münster, der selbst nicht an EHEC erkrankt ist.

Der Biohof in Bienenbüttel südlich von Lüneburg ist weiterhin gesperrt. „Erst wenn alle Untersuchungen in Niedersachsen abgeschlossen sind, werden wir den nächsten Schritt machen“, erklärte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. Dann könnte die Sperrung unter bestimmten Auflagen wieder aufgehoben werden. Dazu gehörte eine gründliche Desinfektion der Anlage.

Als wahrscheinlicher Auslöser der EHEC-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich gilt ägyptischer Bockshornkleesamen. Er war nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums über Zwischenhändler auch an den gesperrten Sprossen-Hof in Bienenbüttel geliefert worden. Wegen einer dichten Indizienkette war der Hof als Ursprung der Epidemie in Deutschland mit bislang fast 50 Toten ausgemacht worden.

frx/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Darmkeim
Die EHEC-Krise in Niedersachsen ist vorbei.

Die EHEC-Krise ist in Niedersachsen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums überwunden. Insgesamt wurden mehr als 800 Menschen mit EHEC oder Verdacht auf die Krankheit behandelt.

mehr
Mehr aus EHEC-Erreger
Räumung am Frankfurter Flughafen

Ein Unbekannter dringt in den Sicherheitsbereich des Frankfurter Flughafens ein und löst damit Alarm aus. Zwei Terminals müssen geräumt werden, bereits kontrollierte Passagiere müssen sich noch einmal anstellen.