Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
EHEC-Erreger Zweijähriger Junge aus Celle stirbt an EHEC-Folgen
Nachrichten Panorama EHEC-Erreger Zweijähriger Junge aus Celle stirbt an EHEC-Folgen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 14.06.2011
Erstmals ist ein Kind nach einer EHEC-Infektion gestorben. Quelle: dpa
Anzeige
Celle

Zum ersten ersten Mal ist in Deutschland ein Kind an dem gefährlichen Darmkeim EHEC gestorben. Ein zweijähriger Junge aus dem niedersächsischen Celle starb am Dienstag an den Folgen des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), sagte ein Sprecher des Landkreises der dpa. Bislang war das jüngste vom Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte Opfer in Deutschland 20 Jahre alt. Damit steigt die Zahl der Toten in Niedersachsen auf zwölf - bundesweit wurden bis Pfingstmontag 36 Tote gemeldet.

Wie der Celler Amtsarzt Carsten Bauer der „Celleschen Zeitung“ bestätigte, starb das Kleinkind am frühen Morgen infolge von Nierenversagen und einer Auflösung von roten Blutkörperchen. In der Familie seien zudem der zehnjährige Bruder und der Vater des Toten an EHEC erkrankt. Diese sind inzwischen aber nach Angaben des Amtsarztes bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Wie sich die Familie angesteckt hat, war zunächst noch unklar.

Landesweit wurden bis Dienstag 641 EHEC-Fälle und Verdachtsfälle, davon 128 HUS-Fälle, registriert. „Die heutigen Zahlen verstetigen den Eindruck vom Wochenende, dass der Scheitelpunkt der Neuinfektionen überschritten ist“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover. „Wir haben Grund zum Optimismus. Entwarnung bedeutet das aber noch nicht.“ Bis Pfingstmontag waren in Niedersachsen 636 EHEC-Fälle, darunter 126 HUS-Erkrankungen, gemeldet worden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Gegen den Betreiber des Biohofs in Bienenbüttel, auf dem mit EHEC belastete Sprossen gefunden wurden, ist Anzeige erstatt worden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg prüft derzeit den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und gemeingefährlicher Vergiftung.

14.06.2011

EHEC-Fahnder versuchen weiterhin mit Hochdruck zu klären, wie der aggressive Darmkeim an Sprossen eines niedersächsischen Biohofs kam. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät unterdessen auch vom Verzehr selbst gezogener roher Sprossen ab.

13.06.2011

Den nierenkranken EHEC-Patienten droht ein Mangel an Spenderorganen. Die Zahl der Toten steigt. Kritik am schleppenden Meldesystem - per Post - wird laut. Fahnder suchen die fehlenden Teile im EHEC-Puzzle.

12.06.2011

Gegen den Betreiber des Biohofs in Bienenbüttel, auf dem mit EHEC belastete Sprossen gefunden wurden, ist Anzeige erstatt worden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg prüft derzeit den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und gemeingefährlicher Vergiftung.

14.06.2011

EHEC-Fahnder versuchen weiterhin mit Hochdruck zu klären, wie der aggressive Darmkeim an Sprossen eines niedersächsischen Biohofs kam. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät unterdessen auch vom Verzehr selbst gezogener roher Sprossen ab.

13.06.2011

Den nierenkranken EHEC-Patienten droht ein Mangel an Spenderorganen. Die Zahl der Toten steigt. Kritik am schleppenden Meldesystem - per Post - wird laut. Fahnder suchen die fehlenden Teile im EHEC-Puzzle.

12.06.2011
Anzeige