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Das sind Jamie-Lees Konkurrenten beim ESC 2016

1. Belgien

Laura Tesoro: „What's The Pressure“

17 Jahre ist Laura Tesoro. Die Tochter zweier Musicaldarsteller wirkt in ihrem silbernen Paillettendress frisch wie ein Becher kalte Milch, aber doch noch ziemlich stupsnasig in ihrer Partytanz-Performance. Von diesem Kaliber sind sonst die jungen Frauen, die Ralph Siegel gern ins Rennen schickt (er ist diesmal nicht am Start). Lauras Uptempo-Song beginnt mit dem Beat von Queens „Another One Bites The Dust“, dann kommt eine unbarmherzige Funkgitarre ins Spiel. Der beste ESC-Song, den Stefan Raab nie geschrieben hat. Shirley Temple goes Soul.

Top-Ten-Chancen: 20 Prozent

Quelle: Britta Pedersen

2. Tschechien

Gabriela Guncikova: „I Stand“

Ein Rätsel, wie es diese lahme Durchschnittsballade ins Finale geschafft hat. Die 22-jährige Gabriela profitierte offensichtlich davon, dass es eben zehn Lieder pro Halbfinale sein müssen, die weiterkommen. Regel ist Regel. Ihr Lied aus schwedischer Feder ist egaler als der 400. Youtube-Kommentar unter einem Schminkvideo von Dagi Bee.

Top-Ten-Chancen: 10 Prozent

Quelle: Britta Pedersen

3. Niederlande

Douwe Bob: „Slow Down“

Ein knuffiger, kleiner Midtempo-Song mit einem sympathischen, aber beim ESC doch eher sachfremden Appell: Schaltet mal alle einen Gang runter, Schuss mit der Selbstausbeutung! Douwe Bobs warme Anti-Burnout-Hymne hat sich zu einem Publikumsfavoriten gemausert. Vielleicht, weil sie mehr Ruhe ausstrahlt als die ewigen Computerorgien und LED-Gewitter, bei denen man schon vom Zuhören Stresspusteln kriegt. Schon wieder relaxter Country aus Holland also – nach den erfolgreichen Common Linnets mit „Calm After The Storm“ (Platz 2 in Kopenhagen 2014). Zwischendurch schweigt Douwe Bob mutige zehn Sekunden lang. Musikalisch lässt Albert Hammonds „It Never Rains in Southern California“ allerdings heftig grüßen.

Top-Ten-Chancen: 60 Prozent

Quelle: Maja Suslin
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