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Wenn nackte Tatsachen Unmut erregen

Ohne Kleidung radeln, wandern, sonnenbaden? Freikörperkultur ist durchaus erlaubt, aber eben nicht überall. Fühlen sich Mitmenschen belästigt, verstehen Richter mitunter keinen Spaß. Einige Urteile:

Quelle: dpa

NACKT WANDERN: Er war darauf versessen, nackt durch die Gegend zu laufen und zog bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Doch der wies die Klage des Schotten im Oktober 2014 ab. Nacktes Auftreten in der Öffentlichkeit sei anstößig und verstoße gegen die gesellschaftlichen Regeln. Mehr als 30 Mal war der unbekleidete Wanderer festgenommen worden und hatte dafür mehr als sieben Jahre im Gefängnis verbracht.

Quelle: dpa

NACKT RADELN: 2005 untersagte das Verwaltungsgericht Karlsruhe eine geplante Aktion zum "Weltnacktradeltag", weil sie "grob ungehörig" sei. Dabei wollten die Teilnehmer unbekleidet durch die Gegend radeln. Es widerspreche "nach wie vor allgemein anerkannten Regeln der ungeschriebenen Gesellschaftsordnung, sich auf öffentlichen Straßen nackt zu zeigen", urteilte das Gericht.

Quelle: Victor Lerena
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