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Panorama Lässig in weiß
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20:04 11.05.2018
Die neue Lässigkeit: Der Blumenkranz im locker zusammengesteckten Haar ist das neue Lieblingsaccessoire trendbewusster Bräute. Quelle: Tamara Menzi/unsplash
Hannover

Wird es ein dramatisches Ballkleid oder doch eher eine klassische, schlichte Silhouette? Egal, welches Brautkleid Meghan Markle bei ihrer Hochzeit mit Prinz Harry am 19. Mai auch tragen wird – Designer rund um den Globus wissen schon jetzt, dass der Entwurf großen Einfluss auf die internationale Brautmode haben wird.

Königliche Hochzeiten, vor allem, wenn sie in Großbritannien stattfinden, sind von jeher stilbildend für das, was in der kommenden Saison in den Brautmodengeschäften hängen wird. Das war bereits bei Prinzessin Diana so, die den Märchen-Brautlook der Achtzigerjahre prägte.

Das langärmelige Kleid aus Spitze, das Kate für ihre Hochzeit mit Prinz William 2011 trug, führte die Brautmode zurück zu traditionellen Entwürfen. Von Meghan Markle hingegen erwarten Experten ein eher schlichtes und zeitgenössisches Modell mit wenig Spitze.

Stilbrüche sind erwünscht

Damit entspräche die Schauspielerin einmal mehr dem modischen Zeitgeist. Tatsächlich war die Suche nach einem Brautkleid noch nie so leicht wie jetzt: Ob bei Designern oder in der Reihe der großen Filialisten – in der Sommersaison 2018 gibt es kaum eine Kollektion, zu der nicht auch ein weißes Kleid gehört, in dem sich wunderbar heiraten lässt.

Das französische Jugendlabel Des Petits Hauts hat eigens für 2018 eine eigene Brautmodenkollektion aufgelegt: Die Hochzeitsgesellschaft auf den Bildern könnte auch einer lässigen Gartenparty entsprungen sein. Die Braut blickt fröhlich aus dem Fenster eines bunt geschmückten Wohnwagens. Es ist gut möglich, dass während der Feier alle gemeinsam einen Ausflug zum Strand machen. Barfuß sind einige Gäste ohnehin.

Mit seinen Bildern zur Brautmode trifft das französische Label mitten ins Schwarze: Eine Hochzeit im Jahr 2018 darf eigentlich alles sein – bloß nicht allzu pompös, aufgesetzt oder gar zu förmlich. Stilbrüche sind absolut erwünscht. Modeblogger wie die Schweden Pernille Teisbaek und Alex Stedman haben es zuletzt vorgemacht und ihre Hochzeiten entsprechend inszeniert. Die New Yorkerin Rebecca Laurey etwa heiratete ganz lässig in einem halblangen Spitzenkleid, dazu trug sie eine Jeansjacke und ein Paar Stan Smiths von Adidas.

Wenn Hipster heiraten: Förmlichkeit ist out, wohlinszenierte Lässigkeit und Natürlichkeit sind in. Quelle: unsplash

Das passt ganz zum Tischschmuck: Der wird auf Hochzeiten trendbewusster Paare schon seit einiger Zeit gern in ausgespülten Marmeladengläsern serviert, die Blumen in diesen Behelfsvasen sehen aus wie soeben gepflückt. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich diese bewusst gewählte Mühelosigkeit auch in der Brautmode fortsetzt.

Die Materialien sind entsprechend: Zwar dürfen Brautkleider noch immer aufwendig, klassisch und mit viel Spitze besetzt sein, es gibt aber auch Bräute, die in Sandalen und Leinenkleidchen heiraten. Das Gute daran ist: Beides lässt sich nach der Hochzeit ganz einfach im Strandurlaub auftragen.

Von ungefähr kommt der Trend übrigens nicht: Dahinter steht der sogenannte Boho-Chic. Ähnlich wie die einst als Bohemians bezeichneten Künstler und Autoren wendet sich auch dieser Stil von herrschenden Konventionen ab: Die Kleidung ist vom Ethno-Stil der Hippies aus den Siebzigerjahren geprägt, zwar hochwertig und reich bestickt, aber vor allem bequem und möglichst natürlich. Deshalb sitzt auf dem Kopf der Braut bei jeder Boho-Trauung auch gern ein kleiner Blumenkranz, für den sich ein Florist vermutlich alle Mühe gegeben hat, der im besten Fall aber aussieht, als hätte ihn die Freundin der Braut geflochten.

Von Dany Schrader

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