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Nachrichtenticker Kampf gegen Wassermassen in Teilen Deutschlands
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18:00 29.05.2013
Feuerwehrleute legen mit Sandsäcken eine Sperre gegen das Hochwasser in Braunschweig an. Quelle: Holger Hollemann
Hannover/Berlin

Besonders brenzlig war die Lage im niedersächsischen Sarstedt. Auch in Teilen Hessens und Bayerns nahm die Hochwassergefahr zu. Bis Anfang nächster Woche ist - außer im Norden - weiter mit viel Regen zu rechnen.

Im Sarstedt standen am Mittwoch mehrere hundert Keller unter Wasser, Kanäle drohten die Straßen zu überschwemmen. 200 Einsatzkräfte kämpften mit tausenden Sandsäcken und Pumpen gegen die Wassermassen. Zwei Grundschulen blieben geschlossen, etwa 700 Schüler konnten zu Hause bleiben. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um den Wasserpegel der randvollen Kanäle zu senken. "Wenn wir die Kanäle nicht abpumpen, wird die komplette Innenstadt überflutet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. "Die Bevölkerung kann sich mit Sandsäcken eindecken und muss sich selber helfen."

Nach tagelangem Dauerregen droht in Bad Salzungen in Thüringen ein Hang abzurutschen. Vier Häuser, die direkt an einem Hang etwa 100 Meter entfernt von der Werra gebaut wurden, seien in Gefahr, sagte der Ordnungsamtsleiter der Stadt, Peter Luck, am Mittwoch. Er bestätigte einen Bericht des MDR Thüringen. Die etwa 20 betroffenen Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Wegen Überflutung war die Standspur der Autobahn 7 bei Laatzen nahe Hannover in Richtung Süden gesperrt, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Bei weiteren Regenfällen müsse auch die Fahrbahn gesperrt werden. Weil einige Bahnübergänge auf der Strecke zwischen Hildesheim und Braunschweig überschwemmt waren, wurde die ICE-Bahnstrecke vom frühen Morgen bis zum Mittag gesperrt.

Auch in Hessen ließ der tagelange Dauerregen die Wasserstände vieler Flüsse weiter steigen. Besonders in Nordhessen kam es zu Überschwemmungen, wie es vom Landesamt für Umwelt und Geologie in Wiesbaden hieß. "Für die Werra gilt überwiegend Meldestufe zwei, so dass Keller und ufernahe Grundstücke gefährdet sind." Die Wasserstände der Fulda sanken den Angaben zufolge dagegen.

Für die kommenden Tage rechnet der Deutschen Wetterdienst mit viel Regen. "Unwetterartige Niederschlagsmengen können nicht ausgeschlossen werden", sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom DWD in Offenbach. Das gelte vor allem für den Süden und die Mitte Deutschlands. Im Norden ist ab Freitag mehr Sonnenschein möglich. Richtige Besserung ist dann ab Sonntag in Sicht. Und ab Montag deutet sich sogar Schönwetter mit bis zu 22 Grad an.

dpa

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