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Ziel der UN: Bis 2015 kein Malaria-Toter mehr
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Gesundheit Ziel der UN: Bis 2015 kein Malaria-Toter mehr

Bis 2015 soll kein Mensch mehr an Malaria sterben. Das haben sich die Vereinten Nationen (UN) vor dem Welt-Malaria-Tag am Mittwoch mit ihrem Anti-Malaria-Projekt vorgenommen.

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Bis 2015, so das Ziel der Vereinten Nationen, soll kein Mensch mehr an Malaria sterben. Foto: Stephen Morrison

New York. Aktuell sterben jährlich zwischen 500 000 und einer Million Menschen an der Krankheit. Die Zahlen variieren.

Neben der Entwicklung neuer Medikamente setzt das UN-Projekt vor allem auf die Verteilung von Moskitonetzen in Afrika. Um das Ziel zu erreichen, rechnet die UN mit einem Bedarf von 3,2 Milliarden Dollar (2,42 Milliarden Euro).

"In unserer Welt des Überflusses gibt es keine Entschuldigung für den Verzicht auf kluge und bezahlbare Investitionen in die Malaria-Bekämpfung", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon laut einer Mitteilung vom Montag.

"Wenn wir Malaria bekämpfen, dann bekämpfen wir auch Armut und ermöglichen Menschen ein besseres Leben", sagte die UN-Sonderbotschafterin, Prinzessin Astrid von Belgien, in New York. Seit dem Jahr 2000 sei die Zahl der Malaria-Opfer bereits deutlich zurückgegangen, nachdem die Vereinten Nationen mehrere hundert Millionen Moskitonetze in Asien und Afrika verteilt hätten. Zudem würden immer bessere Medikamente gegen die Krankheit entwickelt.

Das Rote Kreuz forderte am Dienstag, die Netze nicht nur zu verteilen, sondern auch den richtigen Gebrauch zu erklären. Es müsse Menschen geben, die zu den Familien nach Hause gingen und ihnen zeigten, wie sie die Netze richtig verwendeten, hieß es in einer Mitteilung. Die Nutzung steige dann um 23 Prozent.

Der Menschenrechtsexperte der FDP-Fraktion im Bundestag, Pascal Kober, begrüßte in einer Mitteilung das Engagement gegen Malaria. "Die durch Malaria verursachten Kosten für die Volkswirtschaften sind enorm. Die Krankheit bremst das Wirtschaftswachstum, dadurch werden jahrelange Entwicklungsbemühungen konterkariert."

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen forderte unterdessen die Regierung des Kongo und internationale Hilfsorganisationen zu Soforthilfemaßnahmen auf. In den eigenen Projekten habe sich die Zahl der Patienten zwischen 2009 und 2011 mehr als verdreifacht. "Die bestehenden Präventions- und Behandlungsprogramme sind überfordert", hieß es in einer Mitteilung.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Dezember 2011 sterben jährlich rund 650 000 Menschen weltweit an Malaria. 91 Prozent davon in Afrika.

dpa

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