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Jugendschutz

Niedersachsen sagt „Killerspielen“ Kampf an


Niedersachsen will den illegalen Verkauf sogenannter Killerspiele an Minderjährige mit verdeckten Testkäufen eindämmen.
Beliebt aber suchtgefährdend: Der sogenannte Taktik-Shooter „Counter-Strike".

Beliebt aber suchtgefährdend: Der sogenannte Taktik-Shooter „Counter-Strike".

© electronic arts

Die Aktionen könnten nach dem Vorbild der Alkohol-Testkäufe erfolgen, die seit einigen Monaten in Niedersachsen praktiziert werden und illegale Verkäufe von alkoholischen Getränken an Minderjährige aufdecken sollen, schlugen Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) und der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Christian Pfeiffer, an diesem Montag in Hannover vor. Bei Verstößen gegen die gesetzlichen Vorschriften der Altersfreigabe würden Verkäufer mit einem Bußgeld belegt.

Die Testkäufe sind Teil eines Maßnahmenpakets, das Ross-Luttmann und Pfeiffer vorstellten. Hintergrund ist eine aktuelle Studie des KFN, wonach mehr als 14.000 Neuntklässler in Deutschland als computerspielsüchtig gelten. Weitere 23.000 sind stark suchtgefährdet. Besonders beliebt sind das Rollenspiel „World of Warcraft“, aber auch brutale Gewaltspiele wie „Counter Strike“. Auch der Amokläufer von Winnenden und Wendlingen hatte nach Angaben der Ermittler „Killerspiele" zu Hause und sie noch am Abend vor der Tat gespielt.

Ross-Luttmann kündigte an, ihren Vorschlag bei der nächsten Konferenz der Jugend- und Sozialminister von Bund und Ländern auf die Tagesordnung zu bringen.

ddp

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  • Macht ferner l. – 25.03.09
    Bei Computerspielen den legalen Erwerb einzuschränken ist schonmal der richtige Schritt - vielleicht lernen dann auch die Eltern welche Spiele bedenklich sind oder nicht. Illegal kann man diese auch darüberhinaus weiterhin erwerben - auch solche die in Europa schon verboten sind.

    Die Politik will sich leider nicht im Superwahljahr mit den Schützenvereinen anlegen. Diese stellen hierzulande leider eine hohe Mitgliederzahl und somit potetielle Wähler. Das die Videobranche schon längst nicht mehr zu stoppen ist, da diese von der Marktmacht schon Hollywood und Co. überholt hat sieht anscheinend dabei keiner. Hier zusammenzuarbeiten und nicht zu zetern wäre die bessere Alternative.
  • Schuld hat nur das Internet losse – 24.03.09
    Ich fasse zusammen: Der Schüler hat mit dem Internet geschossen. Killerspiele haben schuld.Schützenverein sind ok.
    12 Mio Waffen in Privathänden sind ok. Kinder dürfen ab 14 in Schützenvereinen rumballern. Kein Gedanke an Altersbeschränkung. An Luftdruckgewehre. Denn ihr wißt ja:
    Das Internet und die Killerspiele sind schuld, dass Kinder an Waffen kommen.
  • Killerspiele steppi – 17.03.09
    Der Meinung des Autors "IRONIE" stimme ich völlig zu!
    Es darf kein Angebot geben, dann wird auch nicht die Nachfrage geweckt!!!
    Fällt den Menschen denn nichts wichtigeres ein, als die Zeit mit so einem Schwachsinn zu verplempern????!!!!. Ganz schön traurig.
  • noch besser... Ironie. – 16.03.09
    ... Komplettvebot aller "Killerspiele".
    ... Komplettverbot aller gewaltverherrlichenden Videos.
    ... totale Überwachung und Zensur des Internets, um Downloads zu verhindern.
    Schöne neue Welt.

    So wird man sicher in der Zukunft Gewalt, Amokläufe und ähnliches unterbinden können!


    Warum wird dauerhaft gegen die neuen Medien geschossen, aber um 18 Uhr wird im Fernsehen in den Nachrichten gezeigt, wie sich einer selbst erschießt, wie verbrannte Leichen im Irak hinter Autos hergezogen werden, wie Leute in der Pathologie aufgeschnitten werden? Führt diese Banalisierung der realen Grauen in der Welt nicht viel mehr zu einem Abstumpfen der Leute? Berichterstattung muss sein, aber muss immer in allen Details die Gewalt in den Nachrichten gezeigt werden, so dass einem das Essen hochkommt?
  • Wann werden endlich die wahren Ursachen abgestellt? Dennis D. – 16.03.09
    Sowohl Testkäufe als auch Komplettverbot sind blauäugig und naiv.
    Abgesehen davon, dass nicht (zumindest nicht nur) sogenannte Killerspiele an Amokläufen schuld sind, sondern vielmehr kurzsichtige Lehrer, hänselnde Mitschüler und unaufmerksame Eltern,
    werden ein Großteil der PC-Spiele
    von englischen/ausländischen Seiten gezogen (dank rechtlicher Grauzonen übrigens nicht illegal), worauf auch ein scheinbares Komplettverbot keinen Einfluss hat.
  • ach... Karl-Heinz – 16.03.09
    ...die Jugend "kupfert" sich die Spiele dann doch aus dem Internet, oder besorgen sich die Spiele von älteren Freunden!! Das muss NOCH stärker eingedämmt werden. KOMPLETT-VERBOT! Der Ansatz ist aber schon gut.
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