Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Katastrophen in Japan Grüner Tee aus Japan ist radioaktiv verseucht
Nachrichten Panorama Themen Katastrophen in Japan Grüner Tee aus Japan ist radioaktiv verseucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:56 10.06.2011
Grüner Tee aus der japanischen Provinz Shizuoka ist radioaktiv verseucht. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Tokio

Die radioaktive Verstrahlung nach der Reaktorhavarie in Japan zieht immer größere Kreise. Nun wurde auch in grünem Tee in Japans größter Teeanbau-Provinz Shizuoka erhöhte radioaktive Strahlung gemessen. Wie die lokalen Behörden am Freitag bekanntgaben, wurden in getrockneten Teeblättern aus dem Anbaugebiet Warashina in Shizuoka 679 Becquerel an radioaktivem Cäsium pro Kilogramm festgestellt. Das Gebiet liegt 370 Kilometer südwestlich der Atomruine Fukushima. Der offiziell erlaubte Grenzwert liegt bei 500 Becquerel. Grüner Tee aus Japan wird in aller Welt für seine gesundheitsfördernde Wirkung hoch geschätzt.

Die Regierung hatte kürzlich entschieden, Auslieferungen von grünem Tee aus einigen Anbaugebieten in den näher an Fukushima gelegenen Provinzen Ibaraki und Chiba sowie Kanagawa und Tochigi zu stoppen. Anlass waren Messwerte in Proben von über 500 Becquerel.

Japan hat im vergangenen Jahr 83.000 Tonnen an getrockneten Teeblättern produziert. Davon entfielen rund 40 Prozent auf Shizuoka. In Folge des schweren Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März tritt aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima weiter Radioaktivität aus.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

An elf Stellen ist nach Angaben der japanischen Behörden in der Katastrophenregion Strontium gefunden worden. Strontium gilt unter Experten als so genannter "Knochenkiller".

09.06.2011

Im japanischen Katastrophen-Kernkraftwerk Fukushima ist es höchstwahrscheinlich schon vor Wochen in zwei weiteren Reaktorblöcken zur teilweisen Kernschmelze gekommen. Wie die Betreiberfirma Tepco am Dienstag in Tokio mitteilte, gehe man davon aus, dass sich auch in den Reaktoren zwei und drei die Brennstäbe teilweise verflüssigt haben.

24.05.2011

Erstmals haben die japanischen Behörden erhöhte Radioaktivität weit außerhalb der Sperrzone gemessen. Besonders Weidegras sei fünfmal stärker belastet, hieß es.

19.05.2011

An elf Stellen ist nach Angaben der japanischen Behörden in der Katastrophenregion Strontium gefunden worden. Strontium gilt unter Experten als so genannter "Knochenkiller".

09.06.2011

Kritik und Lob für Japans Regierung von der Internationalen Atomenergiebehörde: Die Tsunami-Gefahr wurde unterschätzt, der Umgang mit der Atomkatastrophe sei beispielhaft. Greenpeace protestiert, und Japans Opposition will den Premier stürzen.

01.06.2011

Die Arbeiter in der Atomruine Fukushima kämpfen gegen Radioaktivität und Massen verseuchten Wassers, jetzt droht neue Gefahr durch einen Taifun. Brenzlig wird es auch für Regierungschef Naoto Kan. Ein drohendes Misstrauensvotum könnte das Aus für den Premier bedeuten.

28.05.2011
Anzeige