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Grüner Tee aus Japan ist radioaktiv verseucht

Atomkatastrophe Grüner Tee aus Japan ist radioaktiv verseucht

Grüner Tee gilt als gesundheitsfördernd und krebsvorbeugend. Für die Sorten aus Japans größter Teeanbau-Provinz gilt das nicht länger. In getrockneten Teeblättern aus Shizuoka sind erhöhte radioaktive Werte gemessen worden.

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Grüner Tee aus der japanischen Provinz Shizuoka ist radioaktiv verseucht.

Quelle: Frank Wilde

Tokio. Die radioaktive Verstrahlung nach der Reaktorhavarie in Japan zieht immer größere Kreise. Nun wurde auch in grünem Tee in Japans größter Teeanbau-Provinz Shizuoka erhöhte radioaktive Strahlung gemessen. Wie die lokalen Behörden am Freitag bekanntgaben, wurden in getrockneten Teeblättern aus dem Anbaugebiet Warashina in Shizuoka 679 Becquerel an radioaktivem Cäsium pro Kilogramm festgestellt. Das Gebiet liegt 370 Kilometer südwestlich der Atomruine Fukushima. Der offiziell erlaubte Grenzwert liegt bei 500 Becquerel. Grüner Tee aus Japan wird in aller Welt für seine gesundheitsfördernde Wirkung hoch geschätzt.

Die Regierung hatte kürzlich entschieden, Auslieferungen von grünem Tee aus einigen Anbaugebieten in den näher an Fukushima gelegenen Provinzen Ibaraki und Chiba sowie Kanagawa und Tochigi zu stoppen. Anlass waren Messwerte in Proben von über 500 Becquerel.

Japan hat im vergangenen Jahr 83.000 Tonnen an getrockneten Teeblättern produziert. Davon entfielen rund 40 Prozent auf Shizuoka. In Folge des schweren Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März tritt aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima weiter Radioaktivität aus.

dpa

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