Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Katastrophen in Japan Radioaktives Strontium in Katastrophenregion entdeckt
Nachrichten Panorama Themen Katastrophen in Japan Radioaktives Strontium in Katastrophenregion entdeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 09.06.2011
Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima I haben Experten bei Bodenproben jetzt das radioaktive und gefährliche Element Strontium gefunden. Quelle: dpa
Anzeige
Tokio

Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet sind nun auch Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden. Der gefährliche Stoff sei an elf verschiedenen Standorten in der Provinz Fukushima gefunden worden, wo auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) steht, gab das Wissenschaftsministerium am Donnerstag bekannt.

Nach Aussagen der Atomaufsichtsbehörde sei es aber unwahrscheinlich, dass das Strontium eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, meldete die Agentur Kyodo. Wissenschaftler sprechen bei Strontium auch von einem „Knochenkiller“. Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie (Blutkrebs) auslösen.

Unterdessen begann der Atomruinen-Betreiber Tepco damit, ein neu installiertes System zur Behandlung von verseuchtem Wasser zu testen. Damit könne Wasser von radioaktiven Materialien gereinigt werden. Die Reparaturtrupps des AKW setzen seit Monaten Millionen Liter Wasser ein, um die beschädigten Reaktoren zu kühlen.

Die Brühe ist inzwischen radioaktiv verseucht und behindert die Reparaturarbeiten an den Kühlsystemen. Im zerstörten Atomkraftwerk schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100 000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Kritik und Lob für Japans Regierung von der Internationalen Atomenergiebehörde: Die Tsunami-Gefahr wurde unterschätzt, der Umgang mit der Atomkatastrophe sei beispielhaft. Greenpeace protestiert, und Japans Opposition will den Premier stürzen.

01.06.2011

Die Arbeiter in der Atomruine Fukushima kämpfen gegen Radioaktivität und Massen verseuchten Wassers, jetzt droht neue Gefahr durch einen Taifun. Brenzlig wird es auch für Regierungschef Naoto Kan. Ein drohendes Misstrauensvotum könnte das Aus für den Premier bedeuten.

28.05.2011

Der Kraftwerksbetreiber Tepco geht nach dem Reaktorunglück von Fukushima mit immer mehr Details an die Öffentlichkeit. Das Unternehmen räumte am Mittwoch ein, dass ein zentrales Element des Kühlsystems in Reaktor 3 bei dem Erdbeben am 11. März kaputt gegangen sein könnte.

25.05.2011

Kritik und Lob für Japans Regierung von der Internationalen Atomenergiebehörde: Die Tsunami-Gefahr wurde unterschätzt, der Umgang mit der Atomkatastrophe sei beispielhaft. Greenpeace protestiert, und Japans Opposition will den Premier stürzen.

01.06.2011

Die Arbeiter in der Atomruine Fukushima kämpfen gegen Radioaktivität und Massen verseuchten Wassers, jetzt droht neue Gefahr durch einen Taifun. Brenzlig wird es auch für Regierungschef Naoto Kan. Ein drohendes Misstrauensvotum könnte das Aus für den Premier bedeuten.

28.05.2011

Der Kraftwerksbetreiber Tepco geht nach dem Reaktorunglück von Fukushima mit immer mehr Details an die Öffentlichkeit. Das Unternehmen räumte am Mittwoch ein, dass ein zentrales Element des Kühlsystems in Reaktor 3 bei dem Erdbeben am 11. März kaputt gegangen sein könnte.

25.05.2011
Anzeige