Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Radioaktives Strontium in Katastrophenregion entdeckt

Fukushima-GAU Radioaktives Strontium in Katastrophenregion entdeckt

An elf Stellen ist nach Angaben der japanischen Behörden in der Katastrophenregion Strontium gefunden worden. Strontium gilt unter Experten als so genannter "Knochenkiller".

Voriger Artikel
Japan hat Tsunami-Gefahr unterschätzt
Nächster Artikel
Grüner Tee aus Japan ist radioaktiv verseucht

Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima I haben Experten bei Bodenproben jetzt das radioaktive und gefährliche Element Strontium gefunden.

Quelle: dpa

Tokio. Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet sind nun auch Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden. Der gefährliche Stoff sei an elf verschiedenen Standorten in der Provinz Fukushima gefunden worden, wo auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) steht, gab das Wissenschaftsministerium am Donnerstag bekannt.

Nach Aussagen der Atomaufsichtsbehörde sei es aber unwahrscheinlich, dass das Strontium eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, meldete die Agentur Kyodo. Wissenschaftler sprechen bei Strontium auch von einem „Knochenkiller“. Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie (Blutkrebs) auslösen.

Unterdessen begann der Atomruinen-Betreiber Tepco damit, ein neu installiertes System zur Behandlung von verseuchtem Wasser zu testen. Damit könne Wasser von radioaktiven Materialien gereinigt werden. Die Reparaturtrupps des AKW setzen seit Monaten Millionen Liter Wasser ein, um die beschädigten Reaktoren zu kühlen.

Die Brühe ist inzwischen radioaktiv verseucht und behindert die Reparaturarbeiten an den Kühlsystemen. Im zerstörten Atomkraftwerk schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100 000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Atombehörde

Kritik und Lob für Japans Regierung von der Internationalen Atomenergiebehörde: Die Tsunami-Gefahr wurde unterschätzt, der Umgang mit der Atomkatastrophe sei beispielhaft. Greenpeace protestiert, und Japans Opposition will den Premier stürzen.

mehr
Mehr aus Katastrophen in Japan
Die schöne Seite des Herbstwetters: Regenbogen über Hannover.
Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.