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„Ganz schön viel für den kleinen Lena-Kopf“

Pressekonferenz nach dem Sieg „Ganz schön viel für den kleinen Lena-Kopf“

Die Pressekonferenz nach dem Sieg: Es ist 1.10 Uhr in Oslo. Lena steht hinter einer Tür, noch niemand kann sie sehen. Tausend Journalisten und Fans warten auf sie, sie machen „La Ola“, sie jubeln, sie rufen nach ihr.

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Kaum zu glauben, aber wahr: Lena hat gewonnen.

Quelle: afp

Auf dem Monitor läuft „Satellite“. Und Lena singt hinter der Bühne leise mit. Minutenlang. „Love, oh love ...“ Sie hat noch nicht genug von diesem Lied, das schon jetzt ein Klassiker ist. Und dann stürmt sie auf die Bühne, rotwangig, in schwarzer Lederjacke und Jeans, eine „1“ auf dem T-Shirt und verspritzt Champagner. Sie hat gewonnen.

„Wahnsinn!“, ruft sie, Stefan Raab neben ihr, überglücklich. Und dann, ganz brav, spielt sie schon wieder mit den Kameras: „Hallo, ich bin Lena. Ich bin 19, und ich komme aus Hannover. Und ich habe gerade den Eurovision Song Contest gewonnen.“ Wie fühlt sie sich? „Plötzlich ist alles so groß“, sagt sie. „Das ist ganz schön viel für den kleinen Lena-Kopf. Danke an alle! Ich muss weinen ...“

„Schockiert“ - das ist ein Wort, dass man hier oft hört heute. „Ich bin schockiert“, sagt Stefan Raab. „Ich auch“, sagt Lena. Jubel im Saal. Wann war der Moment, als sie verstanden hat, dass sie gewonnen hat? „Irgendwann haben die Leute geschrien: ,Du hast gewonnen!` Und ich dachte – äh? Da kommen doch noch Länder!“ Raab: „Wir hatten keinen, der sich so richtig mit Mathe auskennt, darum haben wir erst gemerkt, dass wir gewonnen habe, als wir längst durch waren.“

Lena Meyer-Landrut hat die Sensation perfekt gemacht: Mit ihrem Hit „Satellite“ gewann die 19-Jährige in der Nacht zum Sonntag für Deutschland den 55. Eurovision Song Contest in Oslo. Bilder von der Feier danach.

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Und dann wird Lena, mitten im Trubel, plötzlich nachdenklich. Sie hat gerade Geschichte geschrieben, aber sie bleibt vorsichtig. Ganz still sagt sie, dass Gewinnen schön sei, sehr schön sogar, aber eben nicht alles. „Das hier ist toll, aber es ist nicht das Leben“, sagt sie, wohl vor allem zu sich selbst. Es ist 1.30 Uhr in Oslo. „Es ist nur ein Teil des Lebens. Aber wir freuen uns sehr, jetzt ist der Moment.“ Was kommt danach? Eine multinationale Karriere? Oder doch Schauspielerei? „Jetzt feiern wir. Ich bin nicht so die Plänemacherin.“ Jemand fragt nach dem Abitur. Sie staunt: „Abitur? Wieso stellen Sie mir jetzt eine Abiturfrage??“

In welcher Stadt wird der Grand Prix 2011 ausgetragen? Das wird wohl zwischen Hamburg, Berlin und Hannover entschieden. Raab selbst sagte: „Was spricht gegen Hannover?“ NDR-Intendant Lutz Marmor wollte sich nicht festlegen: „Es gibt viele schöne Städte in Deutschland.“

Lena sorgt für Jubelstürme auf dem Trammplatz in Hannover: Tausende Fans haben am Sonnabend den Sieg von Lena Meyer-Landrut beim Public Viewing vor dem Rathaus gefeiert.

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Raab ist überglücklich, am Ziel seiner Träume – und hat doch schon wieder neue: „Wir haben sonst immer keine Punkte bekommen. Und jetzt holen wir den Grand Prix seit fast 30 Jahren wieder nach Deutschland. Das ist die Europameisterschaft im Singen. Und da gibt’s 2011 nur eins: den Titel verteidigen.“

Entzückender Auftritt: Lena begeistert beim Auftritt auf der Eurovisions-Bühne in Oslo.

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Für seine PRO7- Castingshow „Unser Star für Oslo“ hat Stefan Raab vor ein paar Tagen den Bayerischen Filmpreis bekommen, dotiert mit 10.000 Euro. Am Morgen des Grand Prix entschloss er sich, das Geld auf Lenas Sieg zu setzen – „ich dachte einfach spontan: Was soll's?“ Von dem Sieg gibt es eine Riesenparty. Es wird nicht die letzte sein nach dieser historischen Nacht von Oslo.

Imre Grimm aus Oslo

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