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Lena Meyer-Landrut soll für Opel werben


Erst zerstört Lena Meyer-Landrut im Musikvideo zu ihrem Song „Touch a New Day“ einen Opel – nun soll die Hannoveranerin für den Autobauer werben.
Lena soll für Opel werben.

Lena soll für Opel werben.

© dpa

Lena wird Werbestar. Nachdem sie noch kurz vor ihrem Sieg in Oslo beim diesjährigen Eurovision Song Contest in dieser Zeitung laut überlegt hat, ob sie nun für Leibniz-Kekse, Schuhe oder doch besser Klamotten werben soll, scheint sich die Hannoveranerin nun für eine etwas angeschlagene deutsche Wertmarke aus Rüsselsheim zu engagieren – Opel.

Offiziell ist noch nichts bestätigt. „Zu Gerüchten äußern wir uns generell nicht“, sagte gestern Katja Plüm von Brainpool, der Firma, die mit Stefan Raab die Sendung „Unser Star für Oslo“ produziert und Lena entdeckt hat. Und bei Opel hieß es gestern lapidar, dass man keinen Kommentar abgeben möchte – vorerst nicht.

Dabei hat die Liebelei zwischen dem Autohersteller und der 19-jährigen Sängerin offenkundig schon beim Videodreh zu ihrer aktuellen Single „Touch a New Day“ begonnen. Darin fährt sie mit ihrer Freundin Naomi aus Hannover in einem Opel Kadett C durch die Gegend. Wie einst Alicia Silverstone and Liv Tyler im Musikvideo „Crazy“ der Band Aerosmith schmeißen sie ihre Klamotten aus dem Autofenster, fahren baden und gabeln einen ansehnlichen Kerl auf. „Wir sitzen in einem total geilen Opel und cruisen“, soll Lena am Set getönt haben. Das hat Opel sicher gefallen. Nur die Szene, in der Lena und Naomi aus dem geschlossenen Kadett mittels Flex ein Cabrio machen lassen, wird für Verwunderung gesorgt haben.

Dennoch wird aus der Autotour nun vermutlich ein Arbeitsverhältnis. So könnte Lena mit ihrer unkonventionellen und frischen Art ein wenig die Marke Opel auffrischen – wie 1994 die damals 16-jährige Schwimmerin Franziska von Almsick. Die hatte damals zwar noch keinen Führerschein, tauchte im Werbeclip aber mit einem Opel Tigra durch Pfützen und unter Straßen New Yorks hindurch. Lena hat zumindest eine Fahrerlaubnis – auch wenn sie bei der praktischen Prüfung beim ersten Mal durchgefallen ist. „Als ich bestanden habe, war das so geil“, sagte Lena vor Kurzem. Sie erzählte dabei auch, dass sie nun vom ersten, eigenen Auto träumt. Das sollte angesichts der erfolgreichen Verkäufe ihres Albums „My Cassette Player“ kein Problem sein. Nur mit dem Opel aus dem Musikvideo wird es schwierig. Der wird seit 1979 nicht mehr gebaut. Aber vielleicht kann da der potentielle Werbepartner etwas nachhelfen.

Dem Kartenvorverkauf ihrer Deutschlandtour kann der Rummel um ihre Person und die Diskussion um einen eventuellen Werbevertrag nicht schaden. Noch immer steht die 19-Jährige im Fokus der Öffentlichkeit – und damit in der Kritik. So meldete sich nach Udo Jürgens („Wenn ich höre, dass sie jetzt in großen Hallen auftreten soll, bin ich skeptisch“) nun auch Brusthaartoupetträger und Schlagerbarde Dieter Thomas Kuhn zu Wort. Er halte die Hannoveranerin für „komplett überhyped“. „Es reicht nicht, um all die Hallen zu füllen“, sagte Kuhn, dem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ daraufhin unterstellte, unterhyped zu sein.

Lena scheint sich von solchen Diskussionen nicht beeindrucken zu lassen. Sie trifft sich lieber mit Matthias Schweighöfer und wirbt für ihren 3-D-Films „Sammys Abenteuer“ und sagt, dass sie nun doch nicht Schauspiel studieren, sondern ihre Gesangskarriere vorantreiben wolle. Angst, dass es damit bald zu Ende sein kann, hat sie nicht. Auch fürchtet sie sich nicht, im Mai nächsten Jahres noch einmal beim Eurovision Song Contest anzutreten. In einer gestern veröffentlichten Schülerzeitung meint sie: „Das Sprichwort sagt: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich finde, das ist Quatsch. Denn wenn man aufhört, wenn es am schönsten ist, weiß man ja nicht, ob es noch schöner werden kann.“

Jan Sedelies

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