Damals liefen noch die Auswahlrunden von „Unser Star für Oslo“. Die kleineren Mädchen kreischten jedoch schon ordentlich. „Alle durften sie einmal umarmen“, berichtet die zehnjährige Fiona Gonske. Und dann gab Lena ein Sammelautogramm: „Für die 5/4. Ich knutsch euch. Lena“. Seither hängt der Zettel aus Rechenpapier im Klassenzimmer.
Und jetzt, wo Lena tatsächlich gewonnen hat, ist die Begeisterung vieler IGS-Schüler unfassbar. Fiona trug gestern den Namen ihrer Heldin gleich zweimal im Gesicht. Mit Ausrufezeichen. „Ich mach das jeden Tag neu, weil wir sie so sehr lieben.“ Das Tollste an Lena sei, dass sie sage, was sie denke, meint Sechstklässlerin Sophie Ahlers: „Sie ist voll durchgeknallt.“ Die Mädchen mögen den besonderen „Style“ von Lena, wie sie sich anzieht, bewegt und ein seltsames Englisch singt. „Eine Zweite wie sie gibt es nicht. Hoffentlich macht sie beim Abistreich mit“, sagt die 13-jährige Iga Pilarska. Am allerbesten hätte Lena mit dem schwarz-rot-gelben Blütenkranz im Haar ausgesehen. Und auch die älteren der 1850 Schüler sind – natürlich etwas gemessener – begeistert. „Ich finde Lenas Karriere total geil. Ihr Auftritt in Oslo war richtig gut“, urteilt der 16-jährige Jonas Haine. „Sie ist einfach, wie sie ist. Auf jeden Fall gut“, sagt der gleichaltrige Paul Sänger. Aus dem Musikraum schallt gleichzeitig „Satellite“, Musiklehrer Sven Harmjanz gönnt seinen Schülern die Freude.
Schulleiter Bernd Steinkamp gab gestern den ganzen Tag Interviews, der erste Anruf kam um 6.20 Uhr. Die Lehrer zerbrechen sich bereits den Kopf über die Abifeier, berichtet er. „Wir können nicht cool tun, als ob wir jedes Mal einen Star dabei haben.“ Fiona hat dagegen so ihre eigenen Ideen zu Lena. „Sie ist ja jetzt ein Star. Alle mögen sie. Sonntag haben Lena und Christian Wulff sich auf die Wange geknutscht.“ Da könne Lena ihn doch bei Gelegenheit mal fragen, ob er das Turboabi wieder abschafft.