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Winter 2010 in Hannover Eiszapfen werden in Hannover zu einer Gefahr
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16:34 05.02.2010
Eiszapfen hängen an den Dächern der Häuser und drohen auf den Bürgersteig zu fallen. Quelle: Martin Steiner
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In der Knochenhauer Straße in der Altstadt etwa sprangen Menschen am Montag erschrocken zur Seite, als plötzlich und unerwartet herabfallende Eiszapfen neben ihnen zersprangen. Die Feuerwehr Hannover weist Hausbesitzer auf ihre Verkehrssicherungspflicht hin, sofern diese nicht wie die Schneeräumpflicht einem Dienstleister übertragen wurde. „Die Eigentümer müssen die Gefahr jetzt selbst abschätzen, gegebenenfalls die Eiszapfen entfernen oder dafür Sorgen, dass sie abgeschlagen werden“, sagt Sprecher Martin Argendorf. Sollte es zu Unfällen kommen, sind diese ein Fall für die Haftpflichtversicherung. Fußgängern rät die Feuerwehr, in diesen Tagen nicht zu dicht an Häusern entlang zu spazieren und wenn nötig, auch mal die Straßenseite zu wechseln.

Das befürchtete Schneechaos in Hannover ist ausgeblieben. Auf den folgenden Bildern finden Sie einige Winterimpressionen vom Wochenende.

Besonders im Bereich der Altstadt ist die Situation momentan kritisch, während vielerorts aber bereits dafür gesorgt wird, dass die größten Zapfen entfernt werden. Seit dem 4. Januar ist die Feuerwehr bereits mehr als 400 mal ausgerückt, um Gefahrenstellen zu entschärfen. Am Montag etwa mussten Zapfen vom Dienstgebäude der Polizeidirektion Ost abgeschlagen werden. Der Gehweg und die Durchfahrtsstraße am Welfenplatz waren deshalb am Nachmittag zeitweise gesperrt. Auch private Hebebühnenanbieter sind zudem im Einsatz. Wo die Zapfen bislang aus Zeitgründen noch nicht entfernt werden konnten, sperren Absperrbänder die Gefahrenbereich ab.

Sind die Eiszapfen von Fenstern oder Balkonen aus nicht erreichbar, können Eigentümer kostenpflichtig die Feuerwehr zu Hilfe rufen. Der Einsatz einer Drehleiter kostet rund 350 Euro in der Stunde, private Anbieter sind häufig billiger. Bei Gefahr im Verzug rückt die Feuerwehr an und stellt den Eigentümern den Einsatz in Rechnung.

Von Stephan Fuhrer

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