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Glätte in der City sorgt für Ärger

Winterwetter Glätte in der City sorgt für Ärger

Bei den Händlern in Hannovers Innenstadt macht sich zunehmend Unmut über den Zustand der Fußgängerzone breit. Stadt und Winterdienst hätten zu spät und zu wenig geräumt und die meist mit Schnee und Matsch bedeckten Gehwege seien für Kunden nicht zumutbar, heißt es

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Ins Rutschen kommen die Einkaufsbummler unter anderem auf den glatten Steinfliesen in der Innenstadt.

Quelle: Rainer Surrey

Ärger über Glätte in der Innenstadt Hannovers: Einige Geschäftsleute klagen wegen des Winterwetters bereits über bis zu 40 Prozent weniger Kunden. Insbesondere die am Platz der Weltausstellung und in Teilen der Karmarschstraße neu verlegten Bodenfliesen seien zurzeit extrem glatt und gefährlich.

Streckenweise sei der Boden am Platz der Weltausstellung glatt wie Schmierseife, sagt etwa Gerhard Gemmer, Geschäftsführer von Mäntelhaus Kaiser. Diese Erfahrung teilt auch Michael Wöhler, Store-Manager der gegenüberliegenden „Nordsee“-Filiale. Er hat ein Warnschild für seine Kunden aufgestellt. „Es ist mit den neuen Platten glatter, sie sind bereits bei Regen sehr rutschig“, sagt er. Wie auch einige andere Geschäftsleute helfen Gemmer und Wöhler derzeit mit Schneeschaufel und -fräse nach und streuen eigenständig Salz, Sand und Splitt. Karstadt-Geschäftsführer Peter Krause beklagt, dass sich bereits mehrere Mitarbeiter auf Wegen zwischen den Filialen blaue Flecken geholt hätten, eine Angestellte sei trotz wetterfester Schuhe gestürzt und habe sich einen Knochenbruch zugezogen. „Tatsächlich haben wir den Eindruck, dass sehr spät mit dem Räumen begonnen wurde“, sagt Dirk Aigner, Geschäftsführer der Ciy-Gemeinschaft.

Die Stadt weist diese Vorwürfe zurück. „Nach unserer Einschätzung gibt es keinen Grund zur Beschwerde“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Allerdings prüfe das Tiefbauamt derzeit die Griffigkeit der neuen Bodenplatten. Beim aha-Winterdienst, der im Auftrag der Stadt für die City zuständig ist, hat die Räumung der Innenstadt nach eigenen Angaben neben Hauptverkehrsstraßen, Bus- und Rettungswegen „höchste Priorität“. Die Mitarbeiter seien ständig bemüht, ein Wegenetz sowie die Zugänge zu allen Geschäftshäusern zu räumen. Schon allein wegen wiederholter Schneefälle sei es jedoch nicht möglich, ganze Straßen oder Plätze zu räumen. Auch Salz sei nicht immer eine Lösung. „An einigen Stellen hat das Salz den Schnee sulzig werden lassen, diese Stellen können ebenfalls sehr rutschig sein“, sagte eine Sprecherin.

von Heike Schmidt und Dany Schrader

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