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Hannover bleibt vom Schneechaos bislang verschont

Tief "Daisy" Hannover bleibt vom Schneechaos bislang verschont

Viel Schnee, aber kein Chaos: Das Sturmtief „Daisy“ hat Niedersachsen und Bremen weitestgehend verschont. Am Wochenende blieb das zuvor befürchtete Unwetter aus. „Es gab kein Chaos, die Prognosen haben sich nicht bestätigt“, sagte ein Sprecher der Leitstelle der Landespolizei am Sonntag in Hannover.

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Die Straßenmeisterei sperrte am Sonnabend wegen Schneeverwehungen die Kreisstraße 247 ab Ditterke bis zur Einmündung der Kreisstraße 248 nach Northen.

Quelle: CAP

Trotz der Schneefälle blieb es am Wochenende auf den Straßen in Hannover und Umland weitestgehend ruhig. Zwar mussten in der Region einige Straßenabschnitte wegen Schneeverwehungen zeitweise gesperrt werden. Die meisten Autofahrer hätten sich aber der Witterung angepasst, so dass es nicht zu den befürchteten zahlreichen Unfällen gekommen sei, hieß es am Sonntagvormittag bei der Polizeidirektion Hannover.

In Bremen sprach die Polizei von einer „entspannten Verkehrslage“. Bei der Deutschen Bahn kam es zwar zu Verspätungen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern habe es sich dabei aber nur um wenige gehandelt, sagte eine Sprecherin. „Wir sind stabil unterwegs.“ Die Strecke zwischen Seesen und Bad Harzburg musste dagegen über das Wochenende komplett gesperrt werden.

Mehrere hundert Zuschauer und Teilnehmer haben sich am Lindener Berg in Hannover zu der inoffiziellen nördlichsten Snowboard-Meisterschaft zusammengefunden. Auch Stephan Walnoch (vorne, links) und Fabian Opitz sind dabei.

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Im Harz gab es in den höheren Lagen auch teilweise orkanartige Sturmböen. Am Sonnabend mussten einige Seilbahnen und Lifte den Betrieb einstellen, das geplante Weltcup-Skispringen der Damen in Braunlage wurde am Sonnabend zunächst verschoben und am Sonntag dann ganz abgesagt.

Insgesamt sprach die Polizei in Göttingen und Goslar dagegen von „undramatischen Auswirkungen“ des Tiefdruckgebietes. Im Landkreis Goslar wurde eine eigens eingerichtete Einsatzleitstelle frühzeitig wieder abgebaut. Durch die laut Polizei vorsichtige Fahrweise aller Autofahrer sei es nur zu wenigen Unfällen gekommen. Dagegen behinderten einige umgefallene Bäume und abgerissene Äste auf Nebenstraßen den Verkehr. Die Last der Schneemassen sei zu groß gewesen, hieß es.

Trotz des Schneefalls kamen die Wintersportfans am Wochenende nicht auf ihre Kosten. Heftiger Wind und schlechte Sicht trübten das Vergnügen. Nach Angaben des Harzer Tourismusverbandes wurden die meisten Liftanlagen mit Ausnahme der Bocksbergseilbahn in Hahnenklee am Sonntag zwar wieder in Betrieb genommen, der Ansturm der Wintersportler hielt sich allerdings in Grenzen. Der meiste Neuschnee, rund 30 Zentimeter, wurde auf Torfhaus registriert. Wegen des Windes blieben einige Langlaufloipen im Oberharz gesperrt.
Ausgerechnet in Hannover war das Schneevergnügen dagegen größer. Auf einigen Hügeln im Stadtgebiet versammelten sich spontan einige Snowboard- und Skifahrer.

Im gesamten Land gab es wegen der Sturmböen und des aufgewirbelten Schnees Verkehrsbehinderungen. Die Auswirkungen seien jedoch überall verhältnismäßig gering und die Anzahl der Autounfälle aufgrund des Winters nicht ungewöhnlich hoch gewesen. „Das ist den Witterungsbedingungen entsprechend und fällt nicht aus dem Rahmen“, sagte der Sprecher der Landespolizei.

Am Sonnabend musste die Autobahn 7 zwischen Hannover und Kassel gesperrt werden. An der Anschlussstelle Northeim-Nord war ein Lastwagen umgekippt. Der 34 Jahre alte Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf etwa 175 000 Euro. Es kam zu kilometerlangen Staus an der Anschlussstelle.

Besonders starken Schneefall gab es im Landkreis Holzminden. Dort wurden zeitweilig Teilbereiche des öffentlichen Nahverkehrs eingestellt. Laut Polizei blieben jedoch nahezu alle Straßen befahrbar.

Freuen über den vielen Schnee können sich die Schüler. Zumindest in drei Landkreisen in Niedersachsen fällt an diesem Montag der Unterricht aus. Wie die Polizei mitteilte, bleiben die Schulen in den Landkreisen Lüneburg, Friesland und Hameln-Pyrmont geschlossen

Der Flugverkehr in Niedersachsen wurde kaum beeinträchtigt. Nach Angaben einer Sprecherin am Sonntag kam es auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen nur zum Ausfall eines Inlandfluges nach Frankfurt am Main. Dies habe jedoch mit den Verhältnissen in Frankfurt zu tun gehabt.

Zugreisende müssen sich hingegen auf teilweise erhebliche Einschränkungen einstellen. Während es bei den S-Bahnen bislang kaum größere Verzögerungen gab, ist der Fernverkehr besonders stark von Verspätungen und Zugausfällen betroffen. Aktuelle Informationen der Bahn AG finden Sie hier.

lni/frs

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Der Opel Astra Kombi prallte gegen den Baum und wurde total zerstört.

Auf schneeglatten Straßen erreigneten sich am Sonnabend zwei Unfälle im Gebiet von Seelze. In Kirchwehren prallte eine Frau mit ihrem Kind im Auto gegen einen Baum, in Harenberg kam eine 25-Jährige mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und fuhr ebenfalls gegen einen Baum.

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