Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Winter 2010 in Hannover Hannover bleibt vom Schneechaos bislang verschont
Nachrichten Panorama Themen Winter 2010 in Hannover Hannover bleibt vom Schneechaos bislang verschont
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 05.02.2010
Die Straßenmeisterei sperrte am Sonnabend wegen Schneeverwehungen die Kreisstraße 247 ab Ditterke bis zur Einmündung der Kreisstraße 248 nach Northen. Quelle: CAP
Anzeige

Trotz der Schneefälle blieb es am Wochenende auf den Straßen in Hannover und Umland weitestgehend ruhig. Zwar mussten in der Region einige Straßenabschnitte wegen Schneeverwehungen zeitweise gesperrt werden. Die meisten Autofahrer hätten sich aber der Witterung angepasst, so dass es nicht zu den befürchteten zahlreichen Unfällen gekommen sei, hieß es am Sonntagvormittag bei der Polizeidirektion Hannover.

In Bremen sprach die Polizei von einer „entspannten Verkehrslage“. Bei der Deutschen Bahn kam es zwar zu Verspätungen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern habe es sich dabei aber nur um wenige gehandelt, sagte eine Sprecherin. „Wir sind stabil unterwegs.“ Die Strecke zwischen Seesen und Bad Harzburg musste dagegen über das Wochenende komplett gesperrt werden.

Zur Galerie
Das befürchtete Schneechaos in Hannover ist ausgeblieben. Auf den folgenden Bildern finden Sie einige Winterimpressionen vom Wochenende.

Im Harz gab es in den höheren Lagen auch teilweise orkanartige Sturmböen. Am Sonnabend mussten einige Seilbahnen und Lifte den Betrieb einstellen, das geplante Weltcup-Skispringen der Damen in Braunlage wurde am Sonnabend zunächst verschoben und am Sonntag dann ganz abgesagt.

Insgesamt sprach die Polizei in Göttingen und Goslar dagegen von „undramatischen Auswirkungen“ des Tiefdruckgebietes. Im Landkreis Goslar wurde eine eigens eingerichtete Einsatzleitstelle frühzeitig wieder abgebaut. Durch die laut Polizei vorsichtige Fahrweise aller Autofahrer sei es nur zu wenigen Unfällen gekommen. Dagegen behinderten einige umgefallene Bäume und abgerissene Äste auf Nebenstraßen den Verkehr. Die Last der Schneemassen sei zu groß gewesen, hieß es.

Trotz des Schneefalls kamen die Wintersportfans am Wochenende nicht auf ihre Kosten. Heftiger Wind und schlechte Sicht trübten das Vergnügen. Nach Angaben des Harzer Tourismusverbandes wurden die meisten Liftanlagen mit Ausnahme der Bocksbergseilbahn in Hahnenklee am Sonntag zwar wieder in Betrieb genommen, der Ansturm der Wintersportler hielt sich allerdings in Grenzen. Der meiste Neuschnee, rund 30 Zentimeter, wurde auf Torfhaus registriert. Wegen des Windes blieben einige Langlaufloipen im Oberharz gesperrt.
Ausgerechnet in Hannover war das Schneevergnügen dagegen größer. Auf einigen Hügeln im Stadtgebiet versammelten sich spontan einige Snowboard- und Skifahrer.

Im gesamten Land gab es wegen der Sturmböen und des aufgewirbelten Schnees Verkehrsbehinderungen. Die Auswirkungen seien jedoch überall verhältnismäßig gering und die Anzahl der Autounfälle aufgrund des Winters nicht ungewöhnlich hoch gewesen. „Das ist den Witterungsbedingungen entsprechend und fällt nicht aus dem Rahmen“, sagte der Sprecher der Landespolizei.

Am Sonnabend musste die Autobahn 7 zwischen Hannover und Kassel gesperrt werden. An der Anschlussstelle Northeim-Nord war ein Lastwagen umgekippt. Der 34 Jahre alte Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf etwa 175 000 Euro. Es kam zu kilometerlangen Staus an der Anschlussstelle.

Besonders starken Schneefall gab es im Landkreis Holzminden. Dort wurden zeitweilig Teilbereiche des öffentlichen Nahverkehrs eingestellt. Laut Polizei blieben jedoch nahezu alle Straßen befahrbar.

Freuen über den vielen Schnee können sich die Schüler. Zumindest in drei Landkreisen in Niedersachsen fällt an diesem Montag der Unterricht aus. Wie die Polizei mitteilte, bleiben die Schulen in den Landkreisen Lüneburg, Friesland und Hameln-Pyrmont geschlossen

Der Flugverkehr in Niedersachsen wurde kaum beeinträchtigt. Nach Angaben einer Sprecherin am Sonntag kam es auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen nur zum Ausfall eines Inlandfluges nach Frankfurt am Main. Dies habe jedoch mit den Verhältnissen in Frankfurt zu tun gehabt.

Zugreisende müssen sich hingegen auf teilweise erhebliche Einschränkungen einstellen. Während es bei den S-Bahnen bislang kaum größere Verzögerungen gab, ist der Fernverkehr besonders stark von Verspätungen und Zugausfällen betroffen. Aktuelle Informationen der Bahn AG finden Sie hier.

lni/frs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt Hannover hat trotz des zum Wochenende erwarteten Schneesturms in Niedersachsen das Streusalzverbot wieder eingeführt. Dies teilte eine Sprecherin des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Hannover am Freitag mit.

05.02.2010

Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) hat das Streusalz-Verbot in der Stadt Hannover kritisiert. „Ein solches Verbot halte ich für völligen Unsinn“, sagte Bode in Hannover.

05.02.2010

Wenn wir schlafen, 
ziehen sich andere dieser Tage die lange Unterhose an und gehen zur 
Arbeit. Oder sie suchen 
verzweifelt einen Platz zum Übernachten. 
Eine nächtliche Stadtrundfahrt.

Felix Harbart 05.02.2010
Anzeige