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Panorama 15 Jahre Haft in USA für Lehrer aus Rendsburg
Nachrichten Panorama 15 Jahre Haft in USA für Lehrer aus Rendsburg
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13:09 04.10.2014
Ein Lehrer aus Schleswig-Holstein ist wegen geplanten sexuellen Missbrauchs von Kindern in Mexiko zu mehr als 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden.  Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Tucson/Rendsburg

Ein Gymnasiallehrer aus Schleswig-Holstein ist wegen geplanten sexuellen Missbrauchs von Kindern in Mexiko zu mehr als 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Tucson im US-Bundesstaat Arizona verhängte am Freitag außerdem eine Geldstrafe von 20.000 Dollar (rund 16.000 Euro), die Hälfte dieser Summe muss innerhalb von 60 Tagen und anschließend in monatlichen Raten gezahlt werden. Richterin Jennifer Zipps empfahl, den rund 50 Jahre alten Lehrer aus Rendsburg in der US-Hauptstadt Washington hinter Gitter zu bringen.

Nach seiner Haftstrafe muss er für den Rest seines Lebens unter Beobachtung bleiben, jeden Job- und Wohnsitzwechsel sofort melden und an einem Programm für Sexualstraftäter teilnehmen. Von Kindern muss er sich fernhalten und darf ohne vorherige Erlaubnis auch keinen Beruf ausüben, bei dem er mit Kindern unter 18 Jahren allein sein könnte. Seinen Job als Lehrer dürfte er damit verloren haben. Zudem verhängte die Richterin ein Internet-Verbot und ordnete an, dass sein Computer und jegliche Datenträger jederzeit durchsucht werden dürfen.

Der Mann hatte sich bereits im Januar für schuldig bekannt, bei einem vermeintlichen Vermittler mehrere Termine für Sex mit Mädchen zwischen fünf und elf Jahren in Mexiko gebucht zu haben. Dafür war er im Juni vergangenen Jahres in den Süden der USA gereist, um seinen Ansprechpartner zu treffen und wurde direkt am Flughafen festgenommen. Bei dem vermeintlichen Organisator handelte es sich in Wirklichkeit um einen verdeckten Ermittler der Polizei.

Ob der Mann seine komplette Haftstrafe in den USA absitzen muss oder vorher möglicherweise an Deutschland ausgeliefert wird, ist offen. Sein US-Verteidiger Peter Hormel war nach dem Urteil für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft in Arizona geht davon aus, dass der Lehrer zuvor bereits Kindersexreisen nach Lateinamerika absolviert hatte.

dpa

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