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Panorama 15 Jahre nach 9/11: Gedenken an die Opfer
Nachrichten Panorama 15 Jahre nach 9/11: Gedenken an die Opfer
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16:19 11.09.2016
Trauernde am ehemaligen Standort der Twin Towers halten Bilder von Opfern der Anschläge hoch. Quelle: imago
Washington/New York

Mit einer Schweigeminute haben am Sonntag in den USA die Gedenkfeiern zum 15. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 begonnen. Am New Yorker Ground Zero hielten Tausende Menschen um 8.46 Uhr inne – genau an dem Zeitpunkt, als Al-Qaida-Terroristen ein entführtes Flugzeug in den Nordturm des World Trade Center steuerten. Im Weißen Haus gedachten US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle schweigend der Opfer. Bei den Anschlägen waren insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen.

Um 9.03, mittlerweile liefen weltweit wohl alle verfügbaren Fernseher, wurde aus der beklemmenden Angst, traurige Gewissheit. Es war der Moment, in dem „United Airlines“-Flug UA 175 den Südturm traf. 34 Minuten später krachte Flug AA 77 ins Pentagon in Washington – um 10.03 schließlich stürzte Flug UA 93 auf ein Feld in Pennsylvainia, nachdem mutige Passagiere verhindert hatten, dass der Flieger womöglich ins Weiße Haus gelenkt würde.

15 Jahre später gedenken die USA der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001. Unter anderem gab es am Sonntag eine Zeremonie am Ground Zero in New York sowie eine Rede von US-Präsident Barack Obama.

Noch heute leiden etwa 75.000 Menschen körperlich und psychisch an den Folgen der Anschläge. Unter ihnen sind zahlreiche Rettungskräfte, die vor Ort krebserregenden Staub eingeatmet hatten.

Um 8.46 Uhr läuteten die Glocken aller New Yorker Kirchen

Bei der Zeremonie am Ground Zero, wo früher das World Trade Center stand, werden jedes Jahr die Namen der Todesopfer verlesen. Um 8.46 Uhr Ortszeit (14.46 Uhr MESZ) läuteten die Glocken der New Yorker Gotteshäuser.

Auch zu den Zeitpunkten, als ein Flugzeug in den zweiten Zwillingsturm flog sowie als die beiden Türme nacheinander einstürzten und als die Flugzeuge am Pentagon und in Pennsylvania abstürzten, wurde innegehalten. Auch die Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump sagten ihre Teilnahme an der Zeremonie zu.

Im Weißen Haus findet um 8.46 Uhr (Ortszeit) eine Schweigeminute unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Danach besucht Obama mit US-Verteidigungsminister Ashton Carter eine Gedenkfeier im Pentagon und hält dort eine Rede.

Obama spricht von einem „der schwärzesten Tage“

Bereits am Samstag hatte Obama seine wöchentliche Radioansprache dem 15. Jahrestag der Anschläge gewidmet. Darin bezeichnete er den Tag als „einen der schwärzesten in der Geschichte unseres Landes“. Die US-Gesellschaft dürfe keine Reaktionen auf solche Taten zulassen, „die das Gefüge unserer Gesellschaft erodieren lassen würden“, sagte er. Es seien „unsere Vielfalt, unser Willkommen für alle Talente, unser fairer Umgang mit jedem - ungeachtet seiner Rasse, seines Geschlechts oder Glaubens“, die die USA so „großartig“ und „unverwüstlich“ machten.

Zur Saisoneröffnung der Nationalen Football-Liga NFL werden am Sonntag Videobotschaften von Obama und von George W. Bush ausgestrahlt, der zum Zeitpunkt der Anschläge Präsident war. Bereits am Freitag hatten die Musikkapellen der New Yorker Polizei mit Kollegen aus anderen US-Metropolen eine Parade in Manhattan veranstaltet.

Das Auswärtige Amt gedachte mit einem Tweet

Das Auswärtige Amt gedachte der Anschlagsopfer am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, sagte dem Deutschlandfunk, die Anschläge vor 15 Jahren stellten eine Zäsur in der Geschichte der USA dar. „Ich glaube, der 11. September ist für meine Generation etwa das, was für die Generation meiner Eltern Pearl Harbor war“, führte er mit Blick auf den japanischen Luftangriff von 1941 aus, der die USA zum Eintritt in den Zweiten Weltkrieg veranlasst hatte.

So ähnlich sei es 2001 gewesen. „Nach einer Periode des relativ langen Friedens, nachdem die Mauer in Berlin gefallen war, nachdem diese technologische Revolution der Internetrevolution eingesetzt hatte, hatte sich ein Wohlbehagen ausgebreitet“, erinnerte sich Emerson. „Und dieser Anschlag kam als ein echter Schock.“ Danach sei den USA klar geworden: „Wir Amerikaner müssen uns mehr um die Welt um uns herum kümmern.“ In der Folge habe die US-Armee Kriege in Afghanistan und im Irak geführt.

Von dpa/RND/dk

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