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2012 wird ein Jahr der Brückentage

Feiertage und Ferien 2012 wird ein Jahr der Brückentage

Im kommenden Jahr gibt es eine harte Prüfung für die Chefs und Abteilungsleiter in deutschen Unternehmen: Passen sie nicht auf, dann sehen sie ihre Mitarbeiter deutlich seltener als noch im laufenden Jahr. Denn wer Ferien und Freizeit gut kombiniert, kann 2012 Freizeitphasen fast verdoppeln.

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Gut geplant in verlängerte Ferien: Viele Feiertage liegen 2012 günstig.

Für die Arbeitnehmer dagegen gilt als Motto für 2012: geschickt planen – und das Leben genießen. Im kommenden Jahr liegen die Feiertage derart günstig, dass sich daraus mithilfe von Brückentagen wahres Urlaubskapital schlagen lässt. Wer sich besonders geschickt anstellt, kann die durchschnittlich 30 freien Tage, die der Arbeitgeber gewährt, glatt verdoppeln.

Der Jahresanfang darf den gewieften „Brückenbauer“ jedoch nicht schrecken: Feiertag Nummer eins, der Neujahrstag, fällt noch auf einen Sonntag. Anschließend aber birgt der Kalender nur frohe Botschaften: Die restlichen acht gesetzlichen Feiertage in Niedersachsen liegen nicht an einem Sonnabend oder Sonntag, sondern glücklicherweise so knapp daneben, dass sich daraus spielend ein verlängertes Wochenende machen lässt – wenn nicht sogar mehr.

Die erste große Chance, mit wenig Urlaubstagen viel freie Zeit herauszuholen, bietet wie immer Ostern, das im kommenden Jahr auf den 6. bis 9. April fällt. Wer hier vom 31. März bis 15. April Ferien macht, bekommt für acht Urlaubstage 16 freie Tage. Vielversprechend ist auch die kürzere Variante: Bei vier Urlaubstagen vom 2. bis 5. April sind zehn Tage am Stück frei.

Echte Neuerungen erwarten den Brückentagsnutzer im Mai 2012: Der Tag der Arbeit, 1. Mai, fällt nach zwei Jahren am Wochenende auf einen Dienstag. Wer sich für Montag, 30. April, einen Tag vom Urlaubskonto gönnt, hat ein langes Wochenende in der Tasche. Wem das zu wenig Freizeit ist, der kann kurz danach bei Christi Himmelfahrt (17. Mai) und Pfingsten (26. bis 28. Mai) noch einmal zuschlagen. Denn wer sich ab 18. Mai sechs Tage frei nimmt, bekommt dafür satte zwölf Ferientage.

Das Beste kommt aber wie so oft zum Schluss: Nach einer längeren Feiertagsdurststrecke für die Niedersachsen – unterbrochen nur durch den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, der brückentagsgünstig auf einem Mittwoch liegt – macht Weihnachten 2012 richtig Freude. Der 1. Weihnachtstag ist ein Dienstag, der 2. ein Mittwoch, gefolgt von Silvester an einem Montag. Wer noch Urlaubstage übrig hat, investiert sie am besten in den 27. und 28. Dezember und wird mit mindestens elf freien Tagen belohnt.

Bremsen die glücklichen Feiertagsaussichten das Wachstum der Wirtschaft? „Das ist eine Milchmädchenrechnung. Irgendwann gleicht sich das wieder aus“, sagt Olaf Krawczyk vom Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung. Er hat recht: Schon 2013 lässt sich mit Brückentagen nicht mehr so viel erreichen wie 2012.

Sophie Hilgenstock

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