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Aus Liebe auf den Strich

Prozess um mutmaßlichen Loverboy Aus Liebe auf den Strich

Ein junger Mann soll Frauen die Liebe versprochen und sie dann dazu gebracht haben, sich für ihn zu prostituieren. Jetzt wird dem mutmaßlichen Loverboy der Prozess gemacht. Bisher schweigt er.

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Razzia im Bordell: Der mutmaßliche Loverboy und seine beiden Helferinnen wurden im November 2014 festgenommen.

Quelle: dpa

Stuttgart. Ein 21-Jähriger aus Stuttgart soll drei Frauen mit der Loverboy-Masche zur Prostitution gedrängt haben. Beim Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Stuttgart machte der junge Mann am Mittwoch allerdings keine Aussage. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft droht ihm eine langjährige Haftstrafe wegen schweren Menschenhandels zum Zwecke der schweren sexuellen Ausbeutung und der Zuhälterei.

Mit ihm sind zwei Prostituierte angeklagt, die ihm geholfen haben sollen. Nach weniger als einer Stunde wurde der Prozess vertagt. Die Richterin forderte die Parteien auf, wegen eines möglichen Deals zu sprechen. Die drei Angeklagten haben bisher nach Angaben des Staatsanwalts nicht gestanden.

Frauen sollen ihre Opfer "motiviert" haben

Das Trio hatte seine Opfer laut Anklage teilweise über das Internet, in einem Fall über eine Singlebörse gesucht. Anfang 2014 nahm der Mann demnach Kontakt zu den drei jungen Frauen auf: einer jetzt 19-Jährigen und einer 20-Jährigen aus Baden-Württemberg sowie einer 21-Jährigen aus der Schweiz. Erst soll er ihnen die große Liebe, dann Geldprobleme vorgespielt haben. Um ihm zu helfen, sollen die Frauen für ihn anschaffen gegangen sein.

Im November 2014 nahmen Beamte ihn und seine Helferinnen bei einer Razzia in einem Großbordell in Leinfelden-Echterdingen fest. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, ihren Opfern auch einen Teil ihrer Einnahmen abgenommen zu haben. Die tatverdächtigen Frauen sollten sie demnach überwachen und "motivieren", falls sie mit der Arbeit aufhören wollten. Allerdings seien die Frauen auch mit Drohungen und Gewalt gezwungen worden, sich weiter zu prostituieren.

Der Prozess wird am 10. Juli fortgesetzt.

dpa

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