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Mehr als 40 Tote bei Busunfall in Frankreich

Fahrzeug geht in Flammen auf Mehr als 40 Tote bei Busunfall in Frankreich

Tragisches Ende eines Seniorenausflugs: Ein Bus kollidiert in Südwestfrankreich mit einem Lastwagen und geht in Flammen auf – eine tödliche Falle für mehr als 40 Menschen. Nach ersten Erkenntnissen verursachte der LKW-Fahrer den Unfall.

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Busunfall im Südwesten Frankreichs: Rettungskräfte versorgen einen Verletzten.

Quelle: afp

Bordeaux. "Offensichtlich ist es der Lastwagen, der die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sich quergestellt hat", sagte der Bürgermeister des Unglücksorts Puisseguin, Xavier Sublett am Freitag dem französischen Radiosender RTL. Der Busfahrer habe versucht, auszuweichen, dies aber nicht geschafft. "Er konnte nur noch den Türmechanismus betätigen, um es einigen zu ermöglichen, den Bus zu verlassen."

Nordöstlich von Bordeaux stießen ein Bus und ein Lastwagen frontal zusammen und gingen in Flammen auf. Mindestens 42 Menschen starben.

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Der Bus prallte bei Puisseguin rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux mit dem Lastwagen zusammen. Die Fahrzeuge gingen in Flammen auf, mindestens 42 Menschen starben – darunter auch der Fahrer des Lastwagens. Der Busfahrer soll das Unglück entgegen erster Angaben überlebt haben, wie der Bürgermeister berichtete. Zunächst war auch eine niedrigere Opferzahl gemeldet worden.

Offiziell ist die Unglücksursache nach Angaben des Präfekten noch nicht geklärt, eine Untersuchung läuft. Nach ersten Angaben der Behörden konnten sich nur acht Businsassen retten, vier davon mit schweren Verletzungen. Es ist das schwerste Busunglück in Europa seit mehr als zehn Jahren.

Der Bus war nach ersten Informationen am frühen Morgen nur wenige Kilometer nördlich vom Unfallort losgefahren. Er beförderte Senioren, die einen Ausflug in die Region Béarn am Fuß der Pyrenäen machten, wie die Regionalzeitung "Sud-Ouest" unter Berufung auf die Bürgermeisterin des Heimatortes berichtete.

"Das ist in einer gefährlichen Kurve der Gemeinde passiert", sagte der zweite Beigeordnete des Bürgermeisters von Puisseguin, Gérard Dupuy, dem Sender France Info. Am gleichen Ort habe es bereits früher Unfälle gegeben. Auf einem ersten von BFMTV verbreiteten Foto vom Unglücksort war ein völlig ausgebranntes Buswrack zu sehen.

Präsident François Hollande sprach von einer "furchtbaren Tragödie". "Wir sind tief traurig", sagte er am Rande seines Staatsbesuchs in Griechenland. Bundespräsident Joachim Gauck sprach Hollande seine Anteilnahme aus. "Die Nachricht von dem furchtbaren Busunglück nahe Bordeaux, bei dem so viele Ihrer Landsleute auf so tragische Weise ums Leben gekommen sind, erfüllt mich mit großer Bestürzung und tiefer Trauer", schrieb Gauck nach Angaben des Bundespräsidialamts in einem Kondolenzschreiben. "Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen, denen wir Kraft wünschen für die Bewältigung des schrecklichen Verlustes, den sie erlitten haben".

afp/wer/caro

Der Unfall passierte im Südwesten Frankreichs, in der Nähe von Bordeaux.

Quelle: Google Maps
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Foto: Polizeibeamte untersuchen den ausgebrannten Bus.

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