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80 Amerikaner wegen Ebola unter Beobachtung

Nach Erkrankung von Liberianer 80 Amerikaner wegen Ebola unter Beobachtung

80 Menschen stehen in den USA mittlerweile unter Beobachtung, nachdem bei einem eingereisten Liberianer das Ebola-Virus diagnostiziert worden ist. Während der Mann weiter um sein Leben kämpft, zeigt keiner der Beobachteten bisher Symptome.

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Auch unter Beobachtung: Schüler der Tasby Middle School in Texas.

Quelle: Reuters

Hannover. Nach der ersten Ebola-Diagnose in den USA haben die Behörden im Bundesstaat Texas Medienberichten zufolge bis zu 80 Menschen unter Beobachtung genommen. Die Gruppe umfasst demnach die direkten Kontakte des Patienten sowie deren Kontakte der letzten Tage.

Die Behörden wiesen nach eigenen Angaben zudem vier "enge Familienmitglieder" des Mannes an, ihre Häuser nicht zu verlassen und keinen Besuch zu empfangen. Die Kontaktsperre gilt bis zum 19. Oktober. Die Angehörigen müssen Blutproben abgeben und sich regelmäßig untersuchen lassen.

Das Ebola-Virus war Ende September bei einem Liberianer in Dallas diagnostiziert worden, der sich in seinem Heimatland infiziert hatte und für einen Familienbesuch in Texas aufhielt. Nach einer Ansteckung vergehen bis zu 21 Tage, bis erste Zeichen der Krankheit wie Fieber und Übelkeit auftreten. Der Mann hatte wegen Beschwerden schon in der Nacht zum 26. September eine Klinik aufgesucht und eine Krankenschwester über seinen Aufenthalt in Afrika informiert. Trotzdem schickten ihn die Ärzte zunächst wieder nach Hause.

Ein Neffe des Mannes sagte dem Fernsehsender NBC, er habe am 28. September die Gesundheitsbehörde CDC eingeschaltet. "Ich habe mir Sorgen um sein Leben gemacht, und er hat keine angemessene Behandlung bekommen", sagte der Neffe. "Ich habe auch befürchtet, dass andere Leute sich ebenfalls infizieren, wenn sich niemand um ihn kümmert." Daraufhin sei sein Onkel noch am gleichen Tag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Am Dienstag wurde der erste Ebola-Fall in den USA dann offiziell bestätigt.

Nach Recherchen der "New York Times" war der Patient Thomas E. Duncan in seiner Heimat Liberia am 15. September mit einer an Ebola erkrankten Frau in Kontakt gekommen. Der Mittvierziger habe geholfen, eine 19-Jährige mit einem Taxi in ein Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zu bringen. Die junge Frau sei dort abgewiesen worden, weil es nicht genügend Platz gegeben habe. Auf dem Rückweg half Duncan demnach, die im siebten Monat schwangere Frau zu tragen. Später an diesem Abend sei die Frau verstorben.

Duncan flog dann am 19. September von Monrovia über Brüssel und Washington nach Dallas, wie die "New York Times" berichtete. An dem Ebola-Erreger, der über Körperflüssigkeiten übertragen wird, sind in Westafrika bereits mehr als 3300 Menschen gestorben. Neben Liberia sind Sierra Leone und Guinea von der Epidemie besonders betroffen.

afp

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