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Panorama 86 Kamele sterben bei Großfeuer in Baden-Württemberg
Nachrichten Panorama 86 Kamele sterben bei Großfeuer in Baden-Württemberg
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12:53 31.01.2013
Bei einem Brand auf einer Kamelfarm in Baden-Württemberg sind 86 Kamele getötet worden. Quelle: dpa
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Ebhausen/Calw

Bei einem Großbrand auf einer Kamelfarm im Schwarzwald sind 86 Kamele ums Leben gekommen. Nur fünf Tiere konnten in Ebhausen bei Calw (Baden-Württemberg) gerettet werden, wie die Polizei mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt. Die Brandursache blieb zunächst unklar. Der Schaden wird auf ein bis zwei Millionen Euro geschätzt.

Seelsorger betreuten den 74 Jahre alten Eigentümer. „Sein Lebenswerk ist abgebrannt“, sagte ein Polizist. Auch die Familie und Mitarbeiter der Farm wurden betreut. Der Besitzer hatte dem ungewöhnlichen Projekt viele Jahrzehnte gewidmet. Den Hof hatte er eigentlich aus Altersgründen abgeben wollen, doch nach früheren Angaben noch keinen Käufer gefunden.

Auf dem Kamelhof konnten Besucher die Paarhufer streicheln, reiten oder an tiergestützten Therapien teilnehmen. Verhaltensforscher und Ernährungswissenschaftler interessierten sich für das Projekt. Kamelmilch wird auch als Heilmittel verwendet, etwa bei Nahrungsmittel-Allergien.

Das Feuer war um 2.13 Uhr von Anwohnern gemeldet worden. Bis alle Glutnester gelöscht sind, dürfte es nach Einschätzung der Polizei noch Tage dauern.

Rund 100 Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden kämpften gegen die Flammen, doch für die meisten Tiere kam jede Hilfe zu spät. Der Stall, in dem sie untergebracht waren, brannte komplett aus. Fünf Tiere soll der Besitzer persönlich gerettet haben.

Schon am Morgen waren mehr als zehn Kripobeamte vor Ort, darunter Kriminaltechniker und Brandsachverständige vom Landeskriminalamt. Es deute nichts auf Brandstiftung hin; sie werde aber auch nicht ausgeschlossen, sagte ein Ermittler. „Wir suchen die Nadel im Heuhaufen.“

Auf der Homepage der Kamelfarm hieß es am Donnerstag: „In der vergangenen Nacht ist der Kamelhof abgebrannt. Der größte Teil der Tiere ist dabei umgekommen. Wir bitten Sie, im Augenblick von Anrufen abzusehen. Danke!“

dpa/mhu

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

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