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Abiturienten drohen mit Pistole und Messer

Mottowoche in Köln eskaliert Abiturienten drohen mit Pistole und Messer

In NRW haben die sogenannten Mottowochen der Abiturienten begonnen. In Köln sorgt das in der zweiten Nacht in Folge für Randale. Zwei Jugendliche wurden dabei schwer verletzt. Für Unverständnis sorgt ein Video, das eine Schülergruppe veröffentlicht hat.

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Die Mottowochen der Schüler haben eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Quelle: youtube/Screenshot

Köln. Die Auswüchse der Abi-Randale in Köln werden immer extremer. Einen Tag nach den Attacken von Sonntag Nacht haben auch am Montag mehrere Hundert angehende Abiturienten in Köln randaliert, wobei es diesmal auch Verletzte gab. Für Unverständnis sorgt zudem ein Video, dass am Montag veröffentlicht wurde. In dem auf Youtube veröffentlichten Clip posieren die Mitglieder einer etwa 20-köpfigen Gruppe mit Waffen, zum Beispiel einer Pistole und einem Messer.

Mit Blick auf die sogenannte Mottowoche der Abituierenten in Köln, propagieren Texteinblendungen zwar Fairness und Gewaltfreiiheit."Wir distanzieren uns ausdrücklich von jeglicher Form von Gewalt, rassistischen- und extremistischen Gruppierungen! (...) Wir streben eine fair geführte Mottowoche an und verlangen von allen Abiturjahrgängen, deeskalierend zu wirken", heißt es dort.

Die Bildsprache geht dagegen in eine ganz andere Richtung: Alle Protagonisten des Videos, das Abiturienten des Erich-Kästner-Gymnasium zugeordnet wird, tragen schwarze Kleidung, ihre Gesichter sind mit Kapuzen oder Gasmasken vermummt.

In der Nacht zu Dienstag kam es derweil in Köln wieder zu Randale. Zwei Jugendliche wurden schwer am Kopf verletzt, als etwa 200 Schüler in rivalisierenden Gruppen aufeinander losgingen, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein weiterer Jugendlicher sei leicht verletzt worden.

Molotowcocktails als Abi-Scherz?

Die Schüler waren am Humboldt-Gymnasium in der Südstadt aneinandergeraten. Nach ersten Erkenntnissen bewarfen sie sich mit Gegenständen, ein Polizeisprecher sprach von Wasserbomben, Farbbeuteln und Eiern. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Landfriedensbruch.

Vielerorts in Deutschland haben sogenannte Abi-Streiche Tradition - mit witzig gemeinten Aktionen verabschieden sich die Abiturienten dabei von ihren Mitschülern. Mitunter ufern die Abiturfeiern aber völlig aus und enden in Randale, Saufgelagen und üblen Scherzen.

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Die Polizei prüft nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch einen Zusammenhang zu einem weiteren Vorfall in der Nacht: Auf einer Straße in Rodenkirchen seien Molotowcocktails gezündet worden. Allerdings sollen weder Menschen noch Gebäude beworfen worden sein. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden, weitere seien flüchtig.

Bereits in der Nacht zum Montag hatten mehrere Hundert Abiturienten insgesamt 15 Einsätze der Kölner Polizei ausgelöst und Sachbeschädigungen an sieben Gymnasien verursacht. Laut Polizei waren auch Anzeigen wegen teils gefährlicher Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz geschrieben worden. Man habe Drogen sowie Baseballschläger und eine zur Schlagwaffe umgebaute Fahrradkette beschlagnahmt.

zys/dpa

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