Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Acht Familienmitglieder in Ohio erschossen
Nachrichten Panorama Acht Familienmitglieder in Ohio erschossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:12 23.04.2016
In Ohio wurde eine achtköpfige Familie hingerichtet. Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige
Cincinnati

Im US-Bundesstaat Ohio sind acht Mitglieder einer Familie erschossen worden. Sie seien in mehreren Häusern durch Schüsse in den Kopf getötet worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei zwei Schießereien im US-Staat Georgia wurden unterdessen fünf Menschen getötet.

Die Ermittler in Ohio gehen von einem gezielten Angriff aus. Die Tat habe sich gegen die Familie gerichtet, sagte der Generalstaatsanwalt des Staates, Mike DeWine, auf einer Pressekonferenz am Freitagabend (Ortszeit). "Wir haben keine Hinweise darauf, dass es eine Bedrohung für die Gemeinde gibt." Auch am Abend suchte die Polizei weiter nach dem Täter. Die Ermittler schlossen auch weiterhin nicht aus, dass es mehrere sind.

Kein Hinweis auf Suizid

Polizisten hatten am Freitagmorgen an vier Orten acht Tote gefunden. Keines der Opfer in Ohio habe Suizid begangen. Bei den Opfern handelt sich um sieben Erwachsene und einen 16-jährigen Jungen. Nach Darstellung der Polizei waren sie "im Stile einer Hinrichtung" umgebracht worden. Manche der Opfer seien in ihren Betten gefunden worden. Allen sei in den Kopf geschossen worden. Drei Kinder wurden lebend gefunden, darunter ein nur wenige Tage alter Säugling.
Bis zu 30 Menschen seien bis zum Abend befragt worden, einen Verdächtigen gebe es aber nicht, sagte DeWine. Andere Familienmitglieder seien über die Bedrohung informiert worden und gebeten worden, sich vorsichtig zu verhalten. Die Situation sei extrem gefährlich.

Täter weiterhin flüchtig

Der Sheriff von Pike County, Charles Reader, schickte zusätzliche Einheiten in die Gegend. Er hatte am Morgen das Büro des Generalstaatsanwalts um Unterstützung gebeten. Der sandte mehr als ein Dutzend Ermittler an den Tatort.
Pike County befindet sich rund 100 Kilometer von Cincinnati. Es ist eine ländliche Gegend. Die Tatorte lagen nach Angaben des Sheriffs mehrere Kilometer voneinander entfernt. Die Untersuchungen dort sollten bis in die Nacht andauern.
John Kasich, Gouverneur des Staates und republikanischer Präsidentschaftsbewerber, war von dem Generalstaatsanwalt telefonisch über den Stand der Ermittlungen informiert worden. Er zeigte sich erschüttert. Im Kurznachrichtendienst Twitter sprach er von einer "unbegreiflichen Tragödie".

In Georgia wurden nach zwei Schießereien fünf Leichen gefunden. Nach Angaben der Polizei im Verwaltungsbezirk Columbia County ging den Schüssen ein Streit zwischen Familienmitgliedern voraus. Rechtsmediziner Vernon Collins sagte, er vermute einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten. In den USA kommen jedes Jahr mehr als 30.000 Menschen durch den Gebrauch von Schusswaffen ums Leben.

dpa/afp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Finnlands Post brechen im E-Mail-Zeitalter die Umsätze weg – denn kaum jemand verschickt dort noch Briefe. Damit die Zusteller weiterhin beschäftigt werden können, weitet das Unternehmen sein Angebot aus: Im Sommer mähen die Postboten auch den Rasen.

23.04.2016

Nach dem überraschenden Tod des Popstars Prince hat die Obduktion zunächst keine konkreten Hinweise auf die Ursache seines Sterbens gebracht. Behördenvertreter sagten, es gebe weder Hinweise auf einen Suizid noch auf eine Überdosis.

22.04.2016
Panorama Obama besucht Queen Elizabeth II. - In Großbritannien fährt der Prinz noch selbst

Prinz Philipp ist zwar schon 94, also in einem Alter, in dem andere ihren Führerschein vorsichtshalber abgeben. Und der Ehemann von Queen Elizabeth II. hat bestimmt auch einen Chauffeur. Trotzdem fährt er lieber selbst – erst recht, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten abgeholt werden muss.

22.04.2016
Anzeige