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Panorama EgyptAir-Entführer festgenommen
Nachrichten Panorama EgyptAir-Entführer festgenommen
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13:55 29.03.2016
Bei dem entführten Flugzeug handelt es sich um einen A320-Airbus der EgyptAir. Quelle: dpa
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Nikosia

Die Flugzeugentführung auf Zypern ist unblutig zu Ende gegangen. Wie das zyprische Staatsfernsehen am Dienstag berichtete, wurde der Entführer festgenommen. Zuvor verließen die letzten sieben Geiseln die Maschine der Egyptair auf dem Flughafen von Larnaka.

Das Flugzeug der ägyptischen Gesellschaft Egyptair war auf einem Inlandsflug entführt worden. Dem ägyptischen zivilen Luftfahrtministerium zufolge stellte der Entführer keine klaren Forderungen.

Der Präsident Zyperns, Nikos Anastasiades, schloss einen terroristischen Hintergrund aus. Der Entführer will Medienberichten zufolge mit seiner Ex-Frau - einer Zyprerin - sprechen.

Forderungen gestellt

Der Entführer ließ kurz nach der Landung in Larnaka fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder frei. Nach ägyptischen Angaben hatten sich zunächst noch sieben Geiseln in seiner Gewalt befunden - der Flugkapitän, der Co-Pilot, eine Flugbegleiterin, ein Sicherheitsangestellter und drei Passagiere.

Entführer droht mit Sprengstoffgürtel

Der Airbus mit der Flugnummer 181 war auf dem Weg von Alexandria nach Kairo.

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Horror in einem Passagierflugzeug: Eine ägyptische Maschine wird entführt und zur Landung auf dem Flughafen von Larnaka auf Zypern gezwungen.

Die Piloten des Egyptair-Flugzeugs sollen dem zyprischen Staatsfernsehen RIK zufolge am frühen Dienstagmorgen bei den Fluglotsen in Larnaka eine außerplanmäßige Landung wegen einer Entführung beantragt haben.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Maschine im zyprischen Flugkontrollraum. Die Maschine sei um 08.46 Uhr Ortszeit (07.46 Uhr MESZ) in Larnaka gelandet. Nach Angaben des ägyptischen Luftfahrtministeriums drohte der Entführer mit einem Sprengstoffgürtel. Es sei aber noch unklar, ob es sich dabei um eine echte Bombe oder um eine Attrappe handele.

Terrorhintergrund ausgeschlossen

"Die Entführung hatte keinen terroristischen Hintergrund", sagte Zyperns Präsident Anstasiades im Fernsehen. Auch das Staatsfernsehen RIK berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, der Mann habe die Maschine allen Anzeichen nach aus persönlichen Gründen in seine Gewalt gebracht.

Er soll von der Polizei gefordert haben, einen Brief an seine Ex-Frau zu übergeben, die in Larnaka lebe. Der Entführer habe einen Brief an seine Ex-Frau aus einem Fenster des Flugzeugs geworfen. Die Sicherheitsbehörden suchten die Frau, um sie zum Flughafen zu bringen.

Nach Angaben des ägyptischen Staatsfernsehens handelt es sich bei dem Entführer angeblich um einen Ägypter, Ibrahim S. Ein veröffentlichtes Foto soll ihn an Bord der Maschine zeigen. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie etwa eine Stunde nach der Landung Dutzende Menschen über eine Treppe aus der vorderen Tür des Flugzeuges aussteigen konnten.

Die Passagiere hatten zum Teil Handgepäck dabei und wurden mit einem Bus zum Flughafengebäude gebracht. Reporter berichteten auf dem Flughafen von Larnaka übereinstimmend, mindestens 50 Menschen seien ausgestiegen.

Unterschiedliche Angaben zur Passagieren

Zur Zahl der Menschen an Bord der Maschine gab es unterschiedliche Angaben. Die staatliche Nachrichtenagentur CNA sprach von 55 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern, das ägyptische Ministerium gab die Zahl der Passagiere mit 81 an. Egyptair sprach von 56 Passagieren, 7 Crewmitgliedern und einem Sicherheitsbeamten.

Israel ließ wegen des entführten Flugzeugs Luftwaffenjets aufsteigen. Damit sollte sichergestellt werden, dass die entführte ägyptische Passagiermaschine nicht in den israelischen Luftraum eindringt, wie die israelische Nachrichtenseite "Haaretz" berichtete. Die Militärflugzeuge seien mittlerweile wieder gelandet. Die Armee wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Zypern habe einen Krisenstab gebildet und stehe in Kontakt zu den ägyptischen Behörden, berichtete das zyprische Staatsfernsehen. Der Flughafen Larnaka wurde nach Angaben des Staatsfernsehens geschlossen. Alle Flüge nach Zypern würden zum Flughafen von Paphos im Westen der Insel umgeleitet, hieß es.

dpa/zys

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