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Aerobicgruppe bringt Wolkenkratzer zum Schwanken

Luxuskaufhaus Aerobicgruppe bringt Wolkenkratzer zum Schwanken

Hunderte Menschen waren aus einem Luxuskaufhaus geflohen, als der obere Teil des 39-stöckigen Gebäudes in Seoul zu Wippen begann. Gebäudexperten haben nun den Grund herausgefunden: Eine Aerobicgruppe hatte den Wolkenkratzer zum Schwanken gebracht.

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Eine Areobicgruppe hat ein Hochhaus in Seoul ins Schwanken gebracht.

Quelle: dpa

Seoul. Hüpfende Teilnehmer einer Aerobicübung haben wahrscheinlich vor zwei Wochen das 39-stöckige Kaufhaus in Seoul in bedrohlich wirkende Schwingungen versetzt. Zu diesem vorläufigen Schluss kamen Gebäudeexperten, die die ungewöhnlichen Bewegungen des Kaufhauses untersucht hatten, berichteten südkoreanische Zeitungen und Rundfunksender am Dienstag. Hunderte von Menschen waren am 5. Juli aus dem Wolkenkratzer geflohen, nachdem der obere Teil des Gebäudes etwa zehn Minuten lang in eine starke Wippbewegung geraten war.

Das Expertenteam hatte die Sportübungen im Fitnesscenter im zwölften Stock des Gebäudes nachgestellt und 23 Menschen - genauso viele wie am 5. Juli - gleichzeitig rennen und springen lassen. „Aus dem Experiment haben wir gefolgert, dass das Hüpfen im Fitnesscenter die Erschütterung des Gebäudes verursacht hat“, zitierte die Zeitung „The Korea Times“ den Architekturprofessor Chung Lan von der Dankook-Universität in Seoul. Messungen mit einem „Vibrometer“ im 38. Stockwerk hätten ergeben, dass die Vibrationen zehn Mal so stark wie sonst gewesen seien. „Der neue Fitnesslehrer muss die Übungen wohl doppelt so hart wie üblich durchgeführt haben.“

Bei den Übungen hatte es sich um Taebo gehandelt, einen Aerobicsport, der aus einer Mischung von Box- und Kampfsportbewegungen besteht. Die Möglichkeit, dass das 1998 gebaute Hochhaus einstürzen werde, sei äußerst gering, sagte Chung. Im Juni 1995 waren beim Einsturz eines Luxuskaufhauses in Seoul mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Der Einsturz gilt als eine der schwersten Katastrophen in Südkorea in Friedenszeiten.

jhe/dpa

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