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Zoo-Affe holt Drohne aus der Luft

YouTube-Video zeigt Angriff Zoo-Affe holt Drohne aus der Luft

Schimpanse attackiert Drohne - Was klingt wie aus einem Science-Fiction-Film hat sich in einem niederlädischen Zoo ereignet. Bei dem Versuch, eine Affengruppe zu filmen, hat ein Schimpanse eine Drohne zum Absturz gebracht. Weibchen Tushi kletterte auf ein Gerüst und griff das Flugobjekt gezielt mit einem Zweig an.

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Schimpansin Tushi greift im Burgers' Zoo eine Drohne mit ienm zwei Meter langen Zweig an.

Quelle: YouTube/Screenshot

Arnheim. Ein Schimpanse hat eine Drohne in einem Zoo in den Niederlanden gezielt zum Absturz gebracht. Eine Filmcrew wollte mit dem kleinen Fluggerät Aufnahmen aus der Luft von einer Affengruppe im Royal Burgers’ Zoo in Arnheim machen. Doch Weibchen Tushi brachte die Drohne kalkuliert zur Strecke: Sie kletterte auf ein Gerüst und attackierte mit einem fast zwei Meter langen Zweig das Flugobjekt.

Ein Bericht dazu ist jetzt in der Fachzeitschrift „Primates“ erschienen, wie der Wissenschaftsverlag Springer mitteilte. Der Vorfall ereignete sich bereits im April. Die Wissenschaftler Jan van Hooff und Bas Lukkenaar sehen diesen Vorfall demnach als weiteren Beweis dafür, dass Schimpansen nicht lange fackeln und als Werkzeug benutzen, was immer ihnen zwischen die Finger kommt.

Bereits bei einem Testlauf erweckte die Drohne die Aufmerksamkeit der Schimpansen: Manche schnappten sich Weidenzweige vom Boden. Vier der Tiere erklommen so bewaffnet ein Klettergerüst in der Nähe der Drohne. Dieses Verhalten sei für Schimpansen eher untypisch.
Als die Aufnahmen begannen, zoomte die Kamera auf die beiden Schimpansen-Weibchen Tushi und Raimee: Sie saßen immer noch auf dem Holz-Gerüst und hielten Zweige in den Händen, die etwa 180 Zentimeter lang waren. Tushi schwenkte ihren Zweig zweimal schwungvoll durch die Luft - der zweite Streich holte die Drohne erfolgreich auf den Boden und zerstörte sie, wie die letzten Aufnahmen zeigen. Vor und während des Hiebs schnitt sie Grimassen.

Obwohl ihr Gesicht ihre Anspannung verriet und sie ihre Zähne bleckte, zeigte sie den Angaben zufolge keinerlei Anzeichen von Furcht. Daraus - so die Studie - kann man schlussfolgern, dass sie mit Absicht auf die Drohne einschlug, nicht aus Reflex oder Angst.

„Die Benutzung eines Stocks als Waffe war eine in diesem Kontext einzigartige Handlung“, kommentierte van Hooff. „Sie schien sehr durchdacht.“ Lukkenaar ergänzte: „Diese Begebenheit liefert uns weitere Anzeichen, dass Schimpansen die Benutzung von Werkzeug vorausplanen.“ Nach dem Absturz inspizierten die Schimpansen die Drohne und warfen sie herum, bis sie das Interesse daran verloren.

dpa

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