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Afghanin in Asylunterkunft getötet

Ehemann unter Verdacht Afghanin in Asylunterkunft getötet

Zunächst gibt es keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen. Erst die Obduktion der Leiche einer jungen afghanischen Asylbewerberin bringt zutage, dass sie getötet wurde. Dringend tatverdächtig ist ihr Mann.

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Nach dem Fund der Leiche am vergangenen Mittwoch hatte es zunächst geheißen, dass es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe. Die Tote war von einem Mitarbeiter der Unterkunft in ihrem Zimmer entdeckt worden.

Quelle: dpa

Hoyerswerda. Eine 25 Jahre alte Afghanin, die Mitte vergangener Woche tot in einer Asylunterkunft im sächsischen Hoyerswerda gefunden wurde, ist Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Obduktion der Leiche habe ergeben, dass die Frau keines natürlichen Todes gestorben sei, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Görlitz mit. „Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie erstickt wurde.“

Tatverdächtig sei ihr 32 Jahre alter Ehemann, der zusammen mit den vier Kindern im Alter von drei, fünf, sieben und neun Jahren in Ungarn aufgegriffen worden sei. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Totschlagverdachts erlassen.

Mordkommission hat Ermittlungen aufgenommen

Nach dem Fund der Leiche am vergangenen Mittwoch hatte es zunächst geheißen, dass es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe. Die Tote war von einem Mitarbeiter der Unterkunft in ihrem Zimmer entdeckt worden. „Anzeichen für eine äußere Gewalteinwirkung waren im ersten Angriff nicht festzustellen“, hieß es in der Erklärung vom Montag.

Erst die Obduktion habe „ein anderes Licht auf den Sachverhalt“ geworfen. Zu den Hintergründen oder möglichen Motiven äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Die Mordkommission ermittele.

Der Ehemann galt zunächst als verschwunden. Zwischenzeitlich sei er jedoch von den ungarischen Behörden an der Grenze zu Serbien aufgegriffen worden, als er versucht habe, das Land zusammen mit den vier Kindern Richtung Balkan zu verlassen. Derzeit werde geprüft, ob und gegebenenfalls wann er nach Deutschland ausgeliefert werden könne.

dpa/RND

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