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Panorama Air-Berlin-Maschine muss notlanden
Nachrichten Panorama Air-Berlin-Maschine muss notlanden
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09:58 22.09.2015
Ein Air-Berlin-Flieger in der Luft: Vom Düsseldorfer Flughafen starteten im letzten Jahr 7,1 Millionen Passagiere mit der Gesellschaft. Quelle: dpa
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Düsseldorf

Die Verbundenheit zwischen der Fluggesellschaft Air Berlin und dem Flughafen Düsseldorf ist groß. Erst vor wenigen Tagen hatten das Flugunternehmen am wichtigsten Drehkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen ein symbolisches Standortbekenntnis hinterlassen: Anstelle der Aufschrift "airberlin" rollte ein Airbus A321 mit dem Schriftzug "airdüsseldorf" über die Piste.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begleitete die laut Air-Berlin-PR "einzigartige" Aktion mit lobenden Worten und Air-Berlin-Konzernchef Stefan Pichler nutzte die Gelegenheit, um ein Bekenntnis zum Standort Düsseldorf zu formulieren. Der ist wichtig für Air Berlin: 7,1 Millionen Passagiere nutzen laut Konzernangaben den größten Flughafen NRW im Jahr 2014 für Flüge mit Air Berlin.

Notlandung wegen Loch in Tragfläche

Allerdings dürfte manch ein potenzieller Air-Berlin-Kunde nun unsicher werden: Grund ist ein heute bekannt gewordener Zwischenfall bei einer in Düsseldorf gestarteten Air-Berlin-Maschine. Ein Airbus A321 musste am Sonnabend in München notlanden – weil in einer Tragfläche ein Loch klaffte. Das Flugzeug mit 171 Passagieren an Bord sollte eigentlich zur griechischen Urlaubsinsel Kos fliegen.

Verursacht wurde das Loch von Reifenteilen, die sich beim Start gelöst hatten und sich dann in die Tragfläche bohrten. Ein Sprecher von Air Berlin bestätigte dieser Zeitung den Vorfall über den zuerst die "Bild"-Zeitung am Dienstag berichtet hat. „Die Technik wurde dadurch nicht beeinträchtigt, und es bestand keine Gefahr für die Fluggäste“, sagte der Sprecher.

BfU leitet Untersuchung ein

Dem Piloten ist das Problem offenbar nicht direkt aufgefallen. Laut "Bild"-Information wurde die Besatzung des Airbus A321 vom Bodenpersonal am Flughafen Düsseldorf informiert, nachdem dort nicht näher definierte Teile auf der Startpiste entdeckt wurden. Die Maschine setzte daraufhin zur Notlandung in München an. Die 171 Passagiere wurden später mit einer Ersatzmaschine nach Kos gebracht.

Der Zwischenfall wird Air Berlin noch weiter beschäftigen: Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) in Braunschweig hat Untersuchungen zu dem Vorfall eingeleitet. Der Fall weckt Erinnerungen an den Absturz einer Concorde im Jahr 2000. Damals hatte eine Gummiteil die Elektronik sowie den Tank beschädigt. 113 Menschen kamen ums Leben.

zys/wer

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