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Albert Speer stirbt im Alter von 83 Jahren

Stararchitekt Albert Speer stirbt im Alter von 83 Jahren

Einer der bekanntesten deutschen Städteplaner und Architekten, Albert Speer, ist tot. Der Sohn des gleichnamigen Chefarchitekten und Rüstungsministers unter Hitler starb im Alter von 83 Jahren, wie sein Unternehmen „AS+P“ mitteilte.

Albert Speer.

Quelle: dpa

Frankfurt. Der in Berlin geborene Wahl-Frankfurter gründete 1964 ein international tätiges Architektur- und Stadtplanungsbüro mit Standorten heute in Frankfurt und Shanghai und war mehr als 25 Jahre lang Professor für Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Kaiserslautern. Für seine Tätigkeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Zu Speers bedeutendsten Projekten zählen nach Angaben von „AS+P“ die Masterpläne für mehrere neue Städte in China und für die Expo 2000 in Hannover. Er entwarf unter anderem die Diplomatenstadt im saudi-arabischen Riad und Konzepte für die Innenstadt der nigerianischen Hauptstadt Abuja. In Ägypten arbeitete Speer seit 2010 am strategischen Masterplan für die Stadt Alexandria.

Speers Vater war zuständig für Hitlers Kriegswirtschaft

In Deutschland entwickelte er den Masterplan für die Innenstadt von Köln und die Denkschrift „Frankfurt für alle“. Sein Büro war am Bau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt beteiligt, in diesem Jahr stellte es den FC Bayern-Campus fertig. Auch an Planungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar ist Speers Büro beteiligt.

Speers Vater (1905-1981) war 1931 in die NSDAP eingetreten. 1933 inszenierte er die Nürnberger Reichsparteitage. Hitler ernannte den Architekten 1937 zum Generalbauinspekteur für den Umbau Berlins zur „Reichshauptstadt Germania“. 1942 wurde Speer Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Generalinspekteur für das Straßenwesen sowie Generalinspekteur für Wasser und Energie.

In dieser Funktion war er der Leiter der gesamten Kriegswirtschaft. Im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess gehörte Speer zu den wenigen Angeklagten, die ihre Schuld eingestanden. 1946 wurde er von dem Internationalen Gerichtshof in Nürnberg wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er absaß.

Von epd/RND

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