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Polizei entschuldigt sich für "Allahu Akbar"-Ruf

Anti-Terror-Übung in England Polizei entschuldigt sich für "Allahu Akbar"-Ruf

"Allahu Akbar" schrie ein maskierter Mann, bevor die Bombe explodierte, dann stürmte die Polizei das Gebäude: Szenen aus einer Anti-Terror-Übung in England. Weil Polizei in Manchester dadurch Muslime mit Terroristen gleichsetzte, musste sie sich nun entschuldigen.

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Als "völlig unnötig und nicht hinnehmbar" verurteilte Manchesters Bürgermeister die misslungene Polizei-Übung.

Quelle: Screenshot BBC

Manchester. Die britische Polizei hat sich für die Verwendung des "Allahu Akbar"-Rufs bei einer Anti-Terror-Übung entschuldigt. Es sei "nicht hinzunehmen, diese religiösen Worte unmittelbar vor einem gespielten Selbstmord-Bombenangriff zu benutzen", teilte die Polizei in Manchester am Dienstag mit.

Bei der Simulation eines Anschlags in einem großen Shopping-Center in Manchester hatte ein vermummter Mann "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen, bevor er seinen Sprengsatz anzündete. Die Szenen wurden offenbar von einigen der Beteiligten auf Video festgehalten und weiterverbreitet, berichtete der britische Sender BBC.

"Ein Terrorist kann jeder sein"

Bürgermeister Tony Lloyd hatte die Nutzung des Ausrufs als "völlig unnötig und nicht hinnehmbar" verurteilt. Sie habe nichts zur Übung beigetragen und gefährde stattdessen die "großartigen Gemeinschaftsbeziehungen" in Manchester.

An der nächtlichen Übung hatten rund 800 Freiwillige teilgenommen. Die Polizei betonte, es gebe keine konkreten Terrordrohungen. Bürgerrechtler und Friedensaktivisten monierten, dass ausdrücklich von "muslimischen Terror" ausgegangen worden sei. "Ein Terrorist kann jeder sein", sagte die Friedensaktivistin Erinma Bell laut BBC. "Man muss wegkommen von Stereotypen."

Auch in Deutschland wird eine Stigmatisierung des Islams scharf kritisiert. Nach der Messerattacke von Grafing wurde schnell ein islamistischer Hintergrund vermutet. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland beklagt deshalb, dass der Islam unter Generalverdacht gestellt werde.

dpa/RND/abr

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