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Medienereignis

Althaus’ Vater beigesetzt – Fotografen beklagen Übergriffe

Es war ein bitterer Auftritt für Dieter Althaus. Sechs Wochen nach seinem schweren Skiunfall, bei dem eine 41-jährige Frau ums Leben kam, trat der angeschlagene Thüringer Regierungschef am Dienstag erstmals in die Öffentlichkeit.

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Der Sarg von Heinz Althaus, dem verstorbenen Vater von Thüringens Ministerpraesident Dieter Althaus, wird zum Begräbnis auf dem Friedhof in Heiligenstadt getragen.

© Jens-Ulrich Koch/ddp

Der Vater des Regierungschefs wurde in seinem Heimatort Heiligenstadt beerdigt. Heinz Althaus hatte vor einer Woche seinen Sohn in der Klinik besucht und war tags darauf plötzlich gestorben. Er wurde 80 Jahre alt. Die Beisetzung fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt, Fotografen klagten über Übergriffe von Polizeibeamten.

Die 83-jährige Witwe Ruth Althaus führte den Trauerzug von der Friedhofskapelle zum Grab an. Es folgten Dieter und Katharina Althaus, verdeckt von großen Schirmen der Personenschützer. Der Regierungschef ging schweren Schrittes, wirkte gebrechlich. Für einen kurzen Moment war sein Gesicht erkennbar und darin deutlich großes Leid ablesbar.

Heinz Althaus war in Heiligenstadt sehr beliebt. So besuchten laut Polizei 400 Menschen die Trauerfeier. In der Kapelle, in der auch der mit roten Rosen geschmückte Sarg aufgebahrt war, erinnerte Pfarrer Heribert Kiep an den Verstorbenen, dessen 46-jährige Ehe und die langjährige Mitgliedschaft im Chor. Dieser erwies Heinz Althaus mit einem Ständchen die letzte Ehre. Gewürdigt wurde auch sein Engagement als langjähriger Kirchenvorstand.

In einer persönlichen Ansprache spendete der Pfarrer auch Dieter Althaus Trost. Bekannt ist, dass sich Dieter und Heinz Althaus sehr nahe standen. Heinz Althaus, einer der Mitbegründer der Ost-CDU, war auch das politische Vorbild seines Sohnes. Dieter Althaus war zur Beerdigung von den Schmieder Kliniken Allensbach nach Heiligenstadt gefahren worden. Am Bodensee soll sich der Regierungschef nun weiter von den Folgen des Unfalls erholen.

Die Polizei war bei der Beisetzung mit mehr als 50 Sicherheitskräften im Einsatz. Es sollte verhindert werden, dass Schaulustige einen Blick auf den Ministerpräsidenten erhaschen können. Zum Gottesdienst am Mittag in der Kirche St. Gerhard wurden Althaus und seine Familie durch den Hintereingang geführt. Auch während der Beisetzung auf dem Friedhof galt ein striktes Fotografier- und Filmverbot. Die Familie Althaus hatte darum gebeten, den privaten Charakter der Beisetzung zu respektieren.

Fotografen und Kamerateams versuchten zwischenzeitlich von einem Parkplatz aus, Bilder von der Trauerfeier zu schießen. Einige berichteten später, sie seien in ihrer Arbeit behindert worden. LKA-Beamte seien handgreiflich geworden, hätten sie angerempelt und die Kameras nach unten gedrückt. Ein Sprecher der Polizei Nordhausen sagte, die Medienvertreter hätten sich „pietätslos“ verhalten. Die Beamten hätten aber lediglich zur Ordnung gerufen und seien nicht rabiat geworden.

ddp


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