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Misshandlungen

Ameland-Ermittler kommen nur langsam voran


Kinder in einem Ferienlager des Stadtsportbundes Osnabrück hatten Anfang Juli andere Teilnehmer gequält und sexuell misshandelt. Die Aufarbeitung der Ermittler dauert wegen der Ferienzeit an.
Nach den sexuellen Quälereien von Kindern und Jugendlichen auf der Insel Ameland kommen die Ermittler nur langsam voran.

Nach den sexuellen Quälereien von Kindern und Jugendlichen auf der Insel Ameland kommen die Ermittler nur langsam voran.

© dpa

Nach den sexuellen Quälereien von Kindern und Jugendlichen auf der Insel Ameland kommen die Ermittler nur langsam voran. Die Vernehmungen von Beschuldigten seien noch nicht abgeschlossen, sagte Alexander Retemeyer von der Staatsanwaltschaft Osnabrück am Montag. Offenbar seien einige von ihnen noch verreist. „Daher ist mit einem Abschluss der Vernehmungen erst nach Ferienende zu rechnen“, sagte Retemeyer. Im Schlafsaal des vom Stadtsportbund Osnabrück ausgerichteten Ferienlagers auf Ameland sollen Anfang Juli 14 bis 15 Jahre alte Jungen ihre gleichaltrigen oder etwas jüngeren Opfer brutal gequält und sexuell misshandelt haben. Bislang sind 13 potenziell Beschuldigte bekannt, drei Geständige und sechs Opfer, die zum Teil auch Täter waren. Einigen der Betreuer wird vorgeworfen, nach Hinweisen auf die Vorfälle nicht eingegriffen zu haben.

„Wir wissen im Wesentlichen, was sich abgespielt hat“, sagte Polizeisprecher Georg Linke. Die Vernehmungen von Kindern und Jugendlichen dauerten noch an, könnten sich aber wegen der Ferienzeit noch mehrere Tage hinziehen. Spätestens nächste Woche sollten sie abgeschlossen werden.

Aus den Vernehmungen soll nach Angaben von Linke deutlich werden, ob und welche Betreuer des Feriencamps von den Übergriffen erfahren und nicht eingegriffen haben. Sobald dies bekannt sei, sollten die Betreuer gehört werden.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte am Wochenende verbindliche Standards für Jugendeinrichtungen gefordert. In allen Einrichtungen, die mit Minderjährigen arbeiteten, sollten solche Standards zum Schutz von Kindern gelten. Dazu gehöre zum Beispiel die regelmäßige Schulung aller Betreuer.

dpa

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