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Amoklauf: Innenminister lobt Reaktion der Polizei

Thomas de Maizière in München eingetroffen Amoklauf: Innenminister lobt Reaktion der Polizei

Großer Respekt vor den Sicherheitskräften und der Reaktion der Münchner. Bundesinnenminister Thomas de Maizière lobt die Polizei und Bürger nach dem Amoklauf in München.

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (links) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann äußern sich zum Amoklauf.

Quelle: dpa

München. Nach der Bluttat von München ist Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zu einem Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt eingetroffen. "Ich bin heute hierher gekommen, um die Trauer der ganzen Bundesregierung und vieler, vieler Deutscher auch nach München zu bringen, mir vor Ort ein Bild zu machen und zu zeigen, dass wir zusammenstehen", sagte de Maizière am Samstag in München, wo er vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) empfangen wurde.

De Maizière sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und den Verletzten seine Genesungswünsche. Den Münchnern zollte der Minister "großen Respekt", weil sie mit der Gefahrenlage in der Nacht zum Samstag "besonnen und geduldig" umgegangen seien.

De Maizière: Polizei verdient Dank

Zugleich lobte de Maizière die an dem Großeinsatz beteiligten Sicherheitskräfte, "die in eine Gefahrensituation hinein gehandelt haben und die Lage beherrscht haben". "Die Polizisten und die Sicherheitskräfte verdienen einen wirklichen Dank der Öffentlichkeit, nicht nur an Tagen wie heute", hob de Maizière hervor.

Der 18-jährige Schüler David S. hatte am Freitagabend beim Münchner Olympia Einkaufszentrum neun Menschen und dann sich selbst erschossen. Nach Erkenntnissen der Polizei handelte es sich um den Amoklauf eines Einzeltäters, der unter Depressionen gelitten haben soll.

"Müssen über Gewaltspiele reden"

Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund oder einen Bezug zur Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) gab es der Polizei zufolge nicht. Auf die Frage, ob er darüber erleichtert sei, antwortete de Maizière, für einen Vater, der um sein ermordetes Kind trauere, werde der Schmerz dadurch nicht geringer. "Da kann von Erleichterung keine Rede sein."

De Maizière übte angesichts der Gewalttat in München erneut Kritik an Videospielen mit Gewaltinhalten. "Diese Gewaltspiele im Internet können nicht förderlich für Kinder und Jugendliche sein", sagte der Minister. "Darüber müssen wir reden."

Gute Zusammenarbeit der Bundesländer

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach den Opfern und ihren Angehörigen ebenfalls sein Mitgefühl aus. Zugleich bedankte er sich für den Einsatz der Sicherheits- und Rettungskräfte. Es habe, "so tragisch, so entsetzlich, so brutal diese Morde waren", nach der Bluttat auch dank der Zusammenarbeit mit der Polizei aus anderen Bundesländern und Österreich sowie mit der Bundespolizei "einen sehr kompetenten Einsatz" gegeben.

Dies sei ein Zeichen "der Kompetenz, der Verlässlichkeit unserer Polizeikräfte", sagte Herrmann. Zugleich hob der CSU-Politiker hervor: "Wir brauchen in Sicherheitsfragen einen starken Staat."

afp/RND

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