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Lockte der Täter seine Opfer via Facebook ins OEZ?

Amoklauf in München Lockte der Täter seine Opfer via Facebook ins OEZ?

Neun Menschen hat ein 18-Jähriger am Freitag in München erschossen. Der Amokläufer könnte seine Opfer möglicherweise über Facebook in das Olympia-Einkaufszentrum gelockt haben.

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Möglicherweise könnte der Täter seine Opfer über Facebook in das Olympia-Einkaufszentrum gelockt haben.

Quelle: dpa/Screenshot

Unter den Todesopfern des Amoklaufs befanden sich viele Minderjährige – die meisten von ihnen stammten aus München und Umgebung, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Samstag bei einer Pressekonferenz. Zwei 15-Jährige und drei 14-Jährige seien ums Leben gekommen, berichteten die Ermittler. Weitere Opfer seien 17, 19, und 20 Jahre alt gewesen. War das ein Zufall?

Bei einer Schießerei im Olympia-Einkaufszentrum in München sind offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen.

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"Ich spendiere euch was"

Möglicherweise könnte der 18-jährige seine Opfer über Facebook in das Einkaufszentrum im Münchner Norden gelockt haben: Darauf könnte ein in dem sozialen Netzwerk öffentlich geteilter Beitrag von Selina A. hindeuten. Darin lud sie Facebook-Nutzer ein, in das Olympia-Einkaufszentrum zu kommen: "Ich spendiere euch was", heißt es in dem Beitrag. Drei weitere Aufforderungen sollten folgen. Bereits kurz nach dem Amoklauf tauchten bei Twitter die ersten Screenshots auf: "Denke nicht, dass es Zufall ist", spekulierte ein Nutzer über einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufforderung von Selina A. und dem Münchner Amoklauf.

Hat der Amokläufer das Profil gehackt?

Beim Kurznachrichtendienst Twitter warnte das Mädchen später mehrfach, der Account sei ein Fakeaccount, der "ihre Bilder benutzt hat". "Ich bin 16 Jahre alt und wurde so in eine Sache gezogen", schrieb sie weiter. Nach Angaben des Präsidenten des bayerischen Landeskriminalamts, Robert Heimberger, gibt es tatsächlich Hinweise darauf, dass der Täter einen Facebook-Account geknackt hat, um gezielt Jugendliche zu der McDonalds-Filiale nahe Einkaufszentrums zu locken. "Das war wohl die Einladung", sagte der LKA-Chef.

Erschoss der Amokläufer seine Opfer gezielt?

Inzwischen sind auch die ersten Namen und Angehörigen der Opfer bekannt geworden. Drei der Opfer waren Kosovo-Albaner, drei weitere Türken und eines Grieche.  Ob der Täter gezielt auf ausländisch aussehende Opfer schoss, muss den Ermittlern zufolge noch geklärt werden.

Auf Facebook trauerte Arbnor S. um Armela: "Unsere geliebte Tochter, Schwester, Freundin und in erster Linie ein geliebter Mensch ist heute durch den Amoklauf in München ums Leben gekommen." Die Anteilnahme am Schicksal der Frau war groß – innerhalb einer Stunde wurde der Beitrag über 500 mal geteilt.

are/RND/afp

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