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Angeklagter im Teenager-Mord von Bodenfelde verliest Geständnis

Prozess Angeklagter im Teenager-Mord von Bodenfelde verliest Geständnis

Der geständige Mörder zweier Teenager im niedersächsischen Bodenfelde hat am Mittwoch im Landgericht Göttingen erstmals auch mündlich gestanden. Der Prozess soll am 9. Juni mit der Anhörung eines psychiatrischen Gutachters fortgesetzt werden.

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Nach dem gewaltsamen Tod von Nina und Tobias wurden in Bodenfelde Kerzen aufgestellt.

Quelle: Dröse

Der geständige Mörder zweier Teenager im niedersächsischen Bodenfelde hat am Mittwoch im Landgericht Göttingen erstmals auch mündlich gestanden. Der 26-jährige Jan O. habe unter Ausschluss der Öffentlichkeit sein in der Untersuchungshaft verfasstes schriftliche Geständnis weitgehend wiederholt, sagte ein Gerichtssprecher in einer Verhandlungspause.

Jan O. hatte in dem zum Prozessauftakt vor sieben Wochen verlesenen sogenannten Endgeständnis zugegeben, im November vergangenen Jahres in Bodenfelde an der Oberweser die 14-jährige Nina und den 13-jährigen Tobias grausam umgebracht zu haben.

Polizei und Justizbeamte führten den Tatverdächtigen zum Doppelmord in Bodenfelde am Dienstag aus dem Amtsgericht Northeim. Am Mittwoch konnten die Beamten den Mord aufklären.

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Das Gericht hatte die Öffentlichkeit am Mittwochnachmittag von der Verhandlung ausgeschlossen, nachdem der Verteidiger einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Vom Vorsitzenden Richter gefragt, was er tun werde, wenn Prozessbeobachter und Zuhörer im Saal blieben, antwortete der Angeklagte: „Dann sage ich nichts.“

Ohne Öffentlichkeit zu verhandeln, sei in diesem Fall möglich und rechtlich zulässig, weil eventuell eine Unterbringung des Angeklagten in der Psychiatrie bevorstehe, sagte der Vorsitzende Richter.

Nach Angaben des Gerichtssprechers hat Jan O. auch bereitwillig mehr als zwei Stunden lang auf Fragen der Prozessbeteiligten zum Tatgeschehen geantwortet. Zu Details machte er keine Angaben.

Der Prozess soll am 9. Juni mit der Anhörung eines psychiatrischen Gutachters fortgesetzt werden. Der Verteidiger kündigte am Mittwoch an, dass er auch für diesen Teil der Verhandlung den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragen werde.

dpa

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