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Zug gestürmt

Anklage gegen acht Braunschweiger Hooligans erhoben


Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage gegen acht Hooligans erhoben. Grund sind verschiedene Gewalttaten: Die Angeklagten sollen an der Auseinandersetzung mit der Polizei in Bremen beteiligt gewesen sein. Außerdem sollen zwei der Eintracht Braunschweig-Fans bei einem Überfall auf einen Regionalzug mit Anhängern von Hannover 96 am 7. November 2010 dabei gewesen sein.

Gegen acht Hooligans hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen verschiedener Gewalttaten Anklage erhoben. „Alle acht waren an Auseinandersetzungen mit der Polizei in Osterholz-Scharmbeck und in Bremen beteiligt“, sagte Oberstaatsanwalt Joachim Geyer am Dienstag. Zwei der Eintracht Braunschweig-Fans sollen bei einem Überfall auf einen Regionalzug mit Anhängern von Hannover 96 am 7. November 2010 dabei gewesen sein.

Eine Gruppe Eintracht-Fans hatte an jenem Tag bei einem Spiel in Osterholz-Scharmbeck Stadionverbot bekommen. Auf ihrem Heimweg begannen sie im Bremer Hauptbahnhof eine Prügelei. Vermutlich voller Frust sollen sie andere Hooligans per Handy informiert haben.

Etwa 20 vermummte Männer versuchten am Abend, den Zug bei einem Halt auf dem Bahnhof Weddel im Kreis Wolfenbüttel zu stürmen. Sie hatten Schottersteine, Eisenstangen und Baseballschläger dabei. Die meisten von ihnen konnten jedoch nicht ermittelt werden. In der Regionalbahn saßen Fans von Hannover 96, die auf dem Rückweg von einem Spiel in Babelsberg waren. Da einige von ihnen als gewaltbereit galten, begleiteten 30 Bundespolizisten den Zug. Sie konnten Schlimmeres verhindern. An den Bahnanlagen entstand ein Schaden von etwa 8300 Euro.

Bei einer Durchsuchungsaktion Ende 2009 im Großraum Braunschweig bei 21 Beschuldigten wurden Schlagstöcke, Baseballschläger und zahlreiche Computer-Dateien sichergestellt. Anhand von Daten und Zeugenaussagen wurden schließlich die acht Hooligans ermittelt, gegen die jetzt Anklage erhoben wird. Sie schweigen bislang zu den Vorwürfen. „Wenn die Anklage zugelassen wird, werden die Hooligans im Alter von 20 bis 28 Jahren vor dem Jugendschöffengericht in Wolfenbüttel stehen“, sagte Geyer.

dpa

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