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Vater von Amokläufer Tim K. verklagt Klinik

Winnenden Vater von Amokläufer Tim K. verklagt Klinik

2009 erschoss Amokläufer Tim K. 15 Menschen und sich selbst – mit einer Waffe seines Vaters. Dieser verklagte daraufhin die Klinik, die seinen Sohn behandelte. Die Ärzte und Physotherapeuten hätten ihn nicht ausreichend gewarnt, sagt der Vater.

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Hier endete der Amoklauf von Winnenden: Tim K. erschoss sich am 15. März 2009 vor einem Autohaus, Kreidespuren markierten seine Umrisse.

Quelle: Ronald Wittek/dpa

Stuttgart. Fast genau sieben Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden mit 16 Toten startet am 22. März ein weiterer Prozess zu der Tat eines 17-Jährigen. Der Vater von Tim K. verklagt Ärzte und Therapeuten des Klinikums am Weissenhof, einer Facheinrichtung für psychisch Kranke in Weinsberg bei Heilbronn.

Bewährungsstrafe gegen den Vater

Jörg K. argumentiert, dass die Klinik ihm nicht von der Gefahr berichtet habe, die von seinem dort behandelten Sohn ausging. Hintergrund ist seine Hoffnung, von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen von Geschädigten freigestellt zu werden.

Tim K. hatte am 11. März 2009 an seiner ehemaligen Schule in Winnenden in Baden-Württemberg und auf der Flucht im nahe gelegenen Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte der Vater, ein Sportschütze, in seinem Kleiderschrank versteckt. Der Mann wurde deswegen zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Das Landgericht Stuttgart entschied zudem, dass Jörg K. für die Behandlungskosten von Opfern und Hinterbliebenen aufkommen muss. Mit der Zivilklage gegen die Klinik befasst sich nun das Landgericht Heilbronn.

dpa

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