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Panorama Frau sammelt Spenden für Opfer des Amoklaufs
Nachrichten Panorama Frau sammelt Spenden für Opfer des Amoklaufs
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19:30 19.08.2016
Der 13-jährige Benet A. mit seinen Eltern: Am 22. Juli tötete ein 18-Jähriger bei einem Amoklauf in München neun Menschen und sich selbst. Benet wurde damals von zwei Kugeln getroffen. Quelle: Arndt Lauterbach/dpa
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München

Der 13-Jährige Benet saß an jenem Freitagabend mit drei Freunden und zwei Freundinnen im McDonald's, als der Amokläufer plötzlich zu schießen begann. Er wurde von zwei Kugeln getroffen. Eine durchschlug die Lunge, eine den Oberkiefer des Jungen. Seine drei Freunde starben. Insgesamt tötete der Täter am 22. Juli neun Menschen und dann sich selbst. Dutzende wurden verletzt.

Benet wurde anschließend in ein künstliches Koma versetzt und in einer Not-Operation gerettet. Nach zwei Wochen im Krankenhaus ist er inzwischen wieder zu Hause, berichtet Birgit Lauterbach, Apothekerin und Arbeitgeberin seines Vaters. Physisch gehe es ihm besser, jedoch trauere er sehr um seine Freunde.

Apothekerin sammelt Spenden

Damit Benet und seine aus dem Kosovo stammende Familie bestmöglich versorgt werden können, hat Birgit Lauterbach ein Spendenkonto eingerichtet. Die Apothekerin schrieb Bekannte und Kollegen an. Sie selbst will mehr als 1000 Euro spenden, wie sie der "Münchener Abendzeitung" sagte. Die Resonanz sei überwältigend, berichtet Lauterbach. "Für die Nachsorge ist wirtschaftlich hinreichend gesorgt", sagte Lauterbach der "Süddeutschen Zeitung".

Amoklauf von München

Weitere Berichte finden Sie hier.

Mit dem Spendengeld sollen beispielsweise Rechnungen für die Zahnprothesen des 13-Jährigen bezahlt werden – durch die Kugel hat Benet viele Zähne verloren – und auch eine Kinderbetreuung für die beiden jüngeren Geschwister von Benet, während die Mutter ihn zum Arzt begleitet. Der Vater ist als Fahrer in Lauterbachs Apotheke angestellt, die Mutter ist Hausfrau.

Auch die Stadt München hat für Betroffene des Amoklaufs ein Spendenkonto und eine Servicestelle eingerichtet. Diese soll Menschen unbürokratisch Hilfe vermitteln, die durch das Erlebte psychische oder physische Verletzungen erlitten haben.

dpa/RND/wer

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