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Aufruhr wegen rot leuchtender Meerestierchen

Strände in den Niederlanden gesperrt Aufruhr wegen rot leuchtender Meerestierchen

Die niederländischen Behörden warnen vor rot leuchtenden Meerestierchen an mehreren Stränden. Zeitweise mussten die Urlauber das Wasser meiden. Die Mikroorganismen können die menschliche Haut und die Atemwege schädigen.

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Ein Luftbild zeigt das rote Leuchten des algenartigen Organismus am Strand von Wassenaar.

Quelle: AFP

Den Haag. Auch viele deutsche Urlauber erlebten das Naturschauspiel an den beliebten Nordseestränden. Millionen von winzigen Meeresleuchttierchen, in der Biologie unter dem Namen "Noctiluca scintillans" bekannt, waren am Sonntag vor den Küsten unweit von Den Haag aufgetaucht. Für mehrere Stunden wurde ein Badeverbot ausgesprochen.

Die rot leuchtenden Schwärme von Mikroorganismen zogen sich jedoch bis Montagnachmittag wieder zurück. In Scheveningen, Wassenaar und Katwijk in der Provinz Südholland holten Rettungsschwimmer ihre roten Warnflaggen daraufhin wieder ein.

Trotz roter Glut: "Das Schwimmen war herrlich"

Die rötlich leuchtenden Mikroorganismen seien zwar nicht giftig, könnten aber Irritationen der Haut und der Atemwege verursachen, warnte ein Sprecher der zum Umweltministerium gehörenden Wasserbehörde Rijkswaterstaat. "Es erscheint uns darum besser, wenn Menschen nicht ins Wasser gehen." An den Stränden fuhren Autos mit Warnschildern entlang: "Zee gevaarlijk" (Gefahr im Meer).

Die meisten Badegäste hielten sich an die Warnung und gingen nicht baden. Andere Besucher waren dagegen verängstigt. Allerdings gab es etliche, die trotzdem ins Wasser gingen. "Wenn ich da wirklich nicht hinein gedurft hätte, dann hätten sie mich doch bestimmt rausgeholt", sagte ein niederländischer Urlauber gegenüber Reportern. "Das Schwimmen war herrlich."

Einzeller erzeugen mystisches Licht

Ein Sprecher des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) erklärte später, das Badeverbot sei vielleicht eine zu starke Reaktion auf das Auftauchen der Meeresleuchttierchen gewesen. Dabei handelt es sich um Einzeller, die sich vor allem von Plankton ernähren und die Fähigkeit besitzen, Licht zu erzeugen.

Die Mikroorganismen treten an der niederländischen ebenso wie an der deutschen Nordseeküste in den warmen Monaten immer wieder in großen Schwärmen auf. Sie verschwinden aber meist nach kurzer Zeit.

dpa

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