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Panorama Ausnahmezustand in Berlin
Nachrichten Panorama Ausnahmezustand in Berlin
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21:48 22.07.2017
Am Sonnabend verhängte die Feuerwehr den Ausnahmezustand in Berlin.  Quelle: dpa
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Berlin

 Schwere Gewitter und Regenschauer haben am Samstagnachmittag in Berlin für einen Ausnahmezustand gesorgt. Keller liefen voll, Bäume stürzten um und Äste brachen ab, wie ein Sprecher des Lagedienstes der Feuerwehr sagte. Straßen wurden vom vielen Wasser ebenfalls überspült.

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Schwere Gewitter und Regenschauer haben am Samstagnachmittag in Berlin für einen Ausnahmezustand gesorgt.

In anderthalb Stunden rückten die Einsatzkräfte zu 180 Einsätzen aus. Der Notruf war am späten Nachmittag voll ausgelastet. „Wir haben noch viele Anrufe in der Warteschleife“, sagte der Sprecher.

Die Feuerwehr hatte vor allem im Norden und Osten der Stadt zu tun. Reinickendorf und Pankow waren neben dem Ostteil Schwerpunkte. Der Sprecher schätzte, dass es noch mehrere Stunden dauern werde, alle Einsätze abzuarbeiten.

S-Bahn-Verkehr unterbrochen

Der S-Bahn-Verkehr der Linien S2 und S8 wurde zwischen den Bahnhöfen Pankow und Blankenburg unterbrochen - wegen großer Äste auf den Gleisen. Nach Angaben der S-Bahn wurden Busse als Ersatz bestellt. Ein Zug der Linie S2 im Bereich Pankow/Heinersdorf sollte evakuiert werden.

Am U-Bahnhof Birkenstraße in Moabit hielten zeitweise keine Züge mehr. Die BVG twitterte, dass sich Wasser auf dem Bahnsteig angesammelt habe. Auch bei der Straßenbahnlinie M50 kam es zu Verspätungen und Unterbrechungen.

Auf dem Rasen ging ebenfalls nichts mehr: Das Testspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin gegen den englischen Zweitligisten Queens Park Rangers wurde wegen des starken Regens schon nach 13 Minuten unterbrochen - und nach 30 nassen Warteminuten schließlich ganz abgebrochen. Der Verein will das Spiel am Montagabend nachholen.

Land unter bei der Polizei

Auch bei der Polizei herrschte nach eigenen Angaben Land unter. Sie bat auf Twitter darum, den Notruf 110 nur in dringenden Fällen zu wählen. Eine Sprecherin sagte, es habe binnen einer Stunde 23 wetterbedingte Einsätze gegeben.

Erst Ende Juni war die Hauptstadt von einem Jahrhundertregen getroffen worden. Damals hob die Feuerwehr den Ausnahmezustand erst nach etwa 24 Stunden wieder auf. Insgesamt wurden die Einsatzkräfte zu 1750 Einsätzen gerufen, zumeist ging es um vollgelaufene Keller und U-Bahn-Stationen.

Von RND/dpa

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