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Panorama Axt-Angriff: Was wir wissen und was nicht
Nachrichten Panorama Axt-Angriff: Was wir wissen und was nicht
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13:11 19.07.2016
Belege des Grauens: Ein Blutfleck und Reste von Verbandsmaterial auf einem Weg bei Würzburg. Quelle: dpa
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Würzburg

Ein afghanischer Teenager schlägt in einem Regionalzug bei Würzburg am Montagabend mit einer Axt um sich - mehrere Menschen werden teils schwer verletzt, er selbst wird von der Polizei erschossen. Die Terrormiliz IS reklamiert die Tat für sich.

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Ein Jugendlicher hat am Abend in einem Regionalzug in Bayern mehrere Reisende mit einer Axt und einem Messer schwer verletzt, ehe er von der Polizei erschossen wurde

Was wir wissen:

  • Ein 17-Jähriger Afghane hat am Montagabend gegen 21.15 Uhr in einem Regionalzug in Bayern mehrere Reisende mit einer Axt und einem Messer schwer verletzt. Der Asylbewerber aus Afghanistan sei „brutal auf andere Fahrgäste in der Bahn losgegangen“, sagte Bayerns Innenminister Herrmann. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, drei davon schweben ins Lebensgefahr. Mindestens zwei Schwerverletze stammen nach Medienberichten aus Hongkong.
  • Im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld wurde der Zug von einem Mitfahrenden per Notbremse gestoppt. Der junge Mann flüchtete daraufhin aus dem Zug in Richtung Mainufer.
  • Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei, das zufällig in der Nähe gewesen war, nahm die Verfolgung auf. Als der 17-Jährige auch auf die Beamten mit Messer oder Beil losg ging, eröffneten die Beamten das Feuer.
  • Bei dem Täter handelt es sich offenbar um einen Einzeltäter. Der 17-Jährige kam dem bayerischen Innenminister zufolge offenbar vor rund zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland und war seit dem vergangenen Jahr als Asylbewerber registriert. Er lebte zunächst in einem für junge Flüchtlinge vorgesehenen Heim, bevor er vor rund zwei Wochen zu einer Pflegefamilie wechselte. Zuletzt absolvierte er ein Praktikum in einer Bäckerei.
  • Nach ersten Ermittlungen hat der 17-Jährige seine Opfer in dem Regionalzug zufällig ausgesucht.
  • Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Tat für sich beansprucht. Bei eines Durchsuchung des Zimmers des Täters wurde eine handgemalte IS-Flagge gefunden. Ein Zeuge der Tat  berichtete, dass der Täter „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) gerufen haben soll.

Was wir nicht wissen:

  • War die Tat tatsächlich islamistisch motiviert? Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gibt es dafür nach dem bisherigen Ermittlungsstand „keinerlei Indizien“. Laut Zeugenaussagen ist der 17-Jährige bisher nicht als radikalisiert oder fanatisch in Erscheinung getreten. Er sei mal an Feiertagen in die Moschee gegangen, aber kein sehr gläubiger Muslim gewesen.
  • Hatte der Täter Kontakt zum IS? Trotz Bekenntnis vom IS und einem Flaggenfund - Bayerns Innenminister Herrmann sieht bisher keine Hinweise für eine Verbindung zur Terrormiliz IS. Unklar ist auch, inwiefern der 17-jährige Teil eines Netzwerks gewesen sei.
  • Wie kam der 17-Jährige nach Deutschland? Bayerns Innenminister Herrmann hat noch keine Erkenntnisse darüber. Dafür brauche er Angaben vom Bundesamt für Flüchtlinge und den Ausländerbehörden. Fraglich sei zum Beispiel, welche Gründe der junge Afghane für seine Flucht genannt habe.

zys/dpa/afp/RND

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